OptoNet MASTER+ Signet

Firmenbingo

Bei jeder Mastertour spielen die Teilnehmer Firmenbingo, um sich auf die nächste Tour vorzubereiten. Dabei ziehen sie Fotos von Produkten unserer Partnerfirmen, die zur nächsten Mastertour eingeladen sind, recherchieren diese im Internet und schreiben einen kurzen Blogartikel über das Produkt und das dazugehörige Unternehmen. Wer das Firmenbingo richtig und schnell löst, bekommt Punkte auf sein Konto gutgeschrieben:

1. Platz: 20 Punkte
2. Platz: 18 Punkte
3. Platz: 16 Punkte

4. Platz: 13 Punkte
5. Platz: 12 Punkte
6. Platz: 11 Punkte

15. Platz: 2 Punkte

Sherlock Holmes – Auf den Spuren von Otto Schott

Eine kleine plankonvexe Linse – mit diesem Objekt beginnt meine erste Runde des Firmenbingos. Jedoch kann ich an dieser Linse keine außergewöhnlichen Merkmale erkennen, keine besondere Beschichtung, auch keine ausgefallene Bauform. Dennoch sind solche optischen Linsen ein Star in der Lichtstadt Jena und spielen in fast unzähligen Firmen eine wichtige Rolle, bloß welche Firma könnte gemeint sein?

In Ermangelung von Indizien gleicht dies der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen, ob ich Detektiv Sherlock Holmes engagieren soll? Bei der Recherche nach passenden Firmen werde ich jedoch auf die Schott AG aufmerksam, deren Gründer Otto Schott mit seinen Glasschmelzversuchen erstmals die Herstellung von definierten optischen Gläsern ermöglichte. Das Glas von Schott ist seither Grundlage für unzählige optische Bauteile weltweit und womöglich auch für meine Linse? Grund genug mich in diesem Artikel auf die Spuren von Otto Schott zu begeben.

Otto Schott (1851 – 1935)
von www.carl-zeiss-stiftung-125jahre.de

Im Jahr 1872 ist es Carl Zeiss und Ernst Abbe in Jena gelungen ein Mikroskop herzustellen, das sämtliche Konkurrenzprodukte weit übertrifft. Jedoch gab es kein optisches Glas mit verlässlichen Eigenschaften zu kaufen, weshalb die Beiden die Sache selbst in die Hand nahmen. Ein junger Glaschemiker aus Westfalen begeisterte sie mit seinen Studienergebnissen zu den Auswirkungen chemischer Elemente auf die Glaseigenschaften. Dieser heißt Otto Schott und wird umgehend nach Jena geholt. Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott gründen im Jahr 1884 das Glastechnische Laboratorium Schott & Genossen und arbeiten derart erfolgreich zusammen, dass das kongeniale Team in die Geschichte der Optik eingeht. Otto Schott entwickelt erstmals optische Spezialgläser mit genau definierten Eigenschaften und gilt daher als Begründer der modernen Glastechnologie. Im selben Jahrzehnt gelingt die Entwicklung des Borosilikatglases, auch bekannt als JENAer GLAS, welches chemisch resistent und hitzebeständig ist.

Im 20. Jahrhundert werden zahlreiche weitere technologische Meilensteine gesetzt, wie optische Filtergläser, Glas-Metall-Durchführungen, ZERODUR als Trägermaterial für die größten Teleskope der Welt und die allseits bekannten CERAN Kochflächen.

Wieso ist nicht Jena Hauptsitz des Unternehmens geblieben?

Optische Gläser höchster Homogenität der Schott AG (https://www.schott.com/advanced_optics/german/news/press.html)

Bald nach der Gründung wird das Glastechnische Laboratorium in ein Stiftungsunternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung umgewandelt. Noch vor der Gründung der DDR wird das Werk jedoch von den Besatzern enteignet. Es kommt zur Spaltung des Unternehmens in Ost und West. Im Westen wird Mainz zur Konzernzentrale. Nach der Wiedervereinigung übernimmt Schott Mainz das alte Stammwerk in Jena.

Die Schott AG erwirtschaften heute einen Umsatz von etwa 2 Milliarden Euro und beschäftigt 15.000 Mitarbeiter. Von der Ursprungsbranche der optischen Gläser ausgehend, von denen heute allein 120 verschiedene optische Glastypen produziert werden, ist Schott in vielen verschiedenen Branchen aktiv wie der Hausgeräteindustrie, Life Sciences, Automobilindustrie, Pharmaindustrie, Elektronik und Astronomie. Am Standort Jena werden hauptsächlich Brandschutzgläser und Borosilikatglas, sowie chemisch vorgespannte Gläser hergestellt.

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Präzision aus Jena

Was bin ich?

Das Ende unserer Mastertour zu Laser Display Technology und Göpel Electronic in Jena Göschwitz läutete den Beginn des diesjährigen Firmenbingos ein. In der von mir gezogenen Kugel befand sich ein optisches Bauteil, welches die Form einer Keilplatte mit einer Länge von 12,7 mm besitzt. Die schräge Seite mit einer Länge von 10 mm ist zusätzlich mit einer (evtl. aufgedampften) Reflexionsbeschichtung versehen (vgl. Abbildung 1).

Abb. 1: beschichtete Keilplatte

Beim Material könnte es sich um technisches Glas, wie beispielsweise BK-7  handeln. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass das Bauteil zur Reflexion von Strahlung über die aufgebrachte Spiegelschicht dient. Beim genaueren Hinschauen fällt jedoch auf, dass zwei der Außenflächen des Glases (12,7 mm – & 7,0 mm ‑ Seite) eine polierte Oberfläche aufweisen, wobei die lange Seite sogar über eine Entspiegelungsschicht verfügt. Diese vermindert im Allgemeinen Reflexionen und führt daher zu einer erhöhten Transmission auftreffender Strahlung. Aufgrund dieser Tatsache scheint es plausibel, dass mit Hilfe des optischen Bauteils eine 90°-Umlenkung von (Laser-)Lichtstrahlen realisiert werden soll. Dies bestätigt folgende Abbildung, welche die Umlenkung von Laserstrahlung im Wellenlängenbereich von λ = 635 – 660 nm (rote Laserdiode) durch das beschriebene Bauteil zeigt (vgl. Abbildung 2).

Abb. 2: 90°-Umlenkung von Laserstrahlung (λ = 635 – 660 nm; rote Laserdiode)

Die Hauptanwendung des prismenähnlichen Bauteils liegt demnach in der Laseroptik, wobei auch Gebiete wie die optische Sensorik oder die Endoskopieoptik denkbar sind.

 

Mikrooptik aus Jena

Als Hersteller eines solchen Bauteils kommen insbesondere Firmen wie Hellma Optics, Präzisionsoptik Gera oder Optikron, allesamt OptoNet-Partnerfirmen, infrage. Während Hellma Optics und Präzisionsoptik Gera eine breite Palette an Plan-, Zylinder- und Spezialoptiken in unterschiedlichsten Dimensionen anbieten, fertigt Optikron seit der Gründung im Jahre 1992 vorwiegend Optik- und Präzisionskomponenten im Mikrobereich (z.B. Planplatten, Keilprismen, Mikro-Wafer, Endoskopieoptiken & eben obiges Bauteil) am Standort Jena. Neben genannten Produkten hat sich das Unternehmen auf die Fertigung und Montage von optischen Baugruppen, Multielement-Optiken (wie komplexe Prismen-, Strahlteiler- und Filter-Arrays), Mikro-Kameras und (bildgebende) Visionssysteme sowie sämtliche optische Beschichtungen spezialisiert. Dabei habe Präzision stets höchste Priorität.

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Weniger ist mehr!

In der erste Runde des Firmenbingos habe ich ein beschichtetes Glas gezogen (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Beschichtetes Glas.

Ein Unternehmen welches optische Dünnschichten herstellt war hier in Jena naheliegend. Optics Balzers Jena Gmbh enstanden aus der Übernahme der mso Jena Mikroschichttechnik GmbH 2010 durch die Optics Balzers AG. Die Herstellung von Dünnschichten für Filter und Spiegel durch optische Beschichtungstechnologien wie Aufdampfen (Elektronenstrahl und thermisch), IAD-Aufdampfen (Ion Assisted Deposition), IBS-Aufdampfen (Ion Beam Sputtering), Magnetron Sputter-Beschichtung und Plasma-unterstützte Magnetron Sputter-Beschichtung sind ihr Spezialgebiet.

Die vorliegende Beschichtung könnte ein Notchfilter. Durch einen der genannten Beschichtungsprozesse wird eine komplexes Vielschichtsystem auf das Glassubstrat aufgebracht.  Dieses Vielschichtsystem blockt eine bestimmte Wellenlänge. Für das übrige Spektrum weist dieser Filter eine hohe Transmission >95% auf. Die Notchfilter der Optics Balzers können auch als Multi-Notchfilter  gefertigt werden und ermöglichen das Blocken von bis zu 4 Wellenlängen gleichzeitig.

Ein spannendes Anwendungsgebiet der Notchfilter findet man in der Optalmochirugie, bei der das monochromatische Licht des Therapielaser der vom Auge des Patienten reflektiert wird herausgefiltert wird, sodass das Auge des behandelnden Arztes keinen Schaden erleidet (Abb. 2).

Abb.2 : Notchfilter als Laserschutz bei der Augenchirugie (Quelle: https://www.opticsbalzers.com/de/anwendungen/ophthalmochirurgie.html).

 

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Von der Werkstatt zum Global Player – JENOPTIK

Als ich erwartungsvoll mein Los für das Firmenbingo entgegennahm konnte ich noch nicht ahnen, dass sich hinter dem Bild mit den futuristisch daherkommenden Kugeln einer der größten Konzerne in Jena verbirgt. Dabei handelt es sich keineswegs, wie man anfangs vermuten könnte um moderne Konzepte der Innenbeleuchtung – dargestellt sind Zellen, was auch ein Ausblick auf ein spezielles Produkt der Jenoptik ist, aber dazu später mehr.

Doch beginnen wir bei dem Konzern, oder genauer der Aktiengesellschaft, die in der obersten Liga der Photonik heimisch ist. Die Wurzeln von JENOPTIK lassen sich bis 1846 zur Werkstatt Carl Zeiss zurückverfolgen. Nach seinem Tod übernahm Ernst Abbe die Werkstatt und überführte sie in die Carl-Zeiss-Stiftung Jena. Nach der Wende, als die Stiftung Ost- und Weststandorte wieder vereinigte ging aus der Carl Zeiss GmbH der Jenoptik Konzern hervor und begann sofort mit der Umstrukturierung und Erweiterung. Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt sich in den über 3500 Mitarbeitern und Standorten in der ganzen Welt. Es kristallisierten sich über die Jahre verschiedene Sektoren und spezialisierte Tochtergesellschaften heraus, unter anderem: Automatisierungstechnik, Optische Systeme oder Laser.

Doch wo passen da die leuchtenden Zellen in die Konzernstruktur? Die sind selbstverständlich nicht das Produkt, wohl aber ihre Abbildung und Analyse, für die Jenoptik eine Diagnostik-Imaging-Plattform im Angebot hat: JENOPTIK SYIONS. Und das Gerät ist ein echter Alleskönner, von Live Cell Imaging, also der Betrachtung lebender Zellen, bis zu Durchflusszytometrie kann es so einiges bieten. Diese Verfahren werden in der Medizin zur Diagnostik oder auch zur Forschung genutzt, um zum Beispiel bei der künstlichen Befruchtung die Spermazellen nach Chromosomen zu trennen oder Gewebe eines Patienten auf Krankheitserreger zu untersuchen. Besondere Vorteile bietet das Gerät durch seine schnelle Erfassung, Kompaktheit und Kompatibilität mit vorhandenen Laborgeräten.

Zum Abschluss sei noch zu erwähnen, dass das Gerät neben seinem hohen medizinischen Nutzen auch einfach sehr schöne Bilder produziert.

 

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MAZeT GmbH & ams Sensors Germany GmbH: strategische Transaktion schafft Wachstumsmöglichkeiten für Farb- und Spektralsensorik

„MAZeT ist ein Pionier in der Entwicklung optischer Farb- und Spektralsensoren, und wir freuen uns, jetzt Teil von ams zu werden. Die Verbindung der komplementären Produkte und Sensorkompetenzen beider Unternehmen stärkt unsere führende Position mit einem hervorragenden Portfolio optischer Sensoren für die Zielmärkte Automotive, Industrie, Medizintechnik und intelligente Beleuchtung.“ So kommentiert Dr. Fred Grunert (Geschäftsführer der MAZeT GmbH) die Transaktion, die den Erwerb der MAZeT GmbH durch die ams AG umfasst. In diesem Artikel werden im Rahmen des Firmenbingo, veranstaltet durch den OptoNet e.V. Jena, beide Unternehmen kurz vorgestellt, sowie ein kleiner Einblick in das Produktportfolio gegeben.

 

Die MAZeT GmbH

Die MAZeT GmbH ist einer der führenden, europäischen Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister und konzentriert sich auf Anwendungen in der Industrie- und Medizintechnik. Das 1992 gegründete Unternehmen verfügt über ein umfassendes System- und Applikations-Know-how für anspruchsvolle Farb- und Spektralsensorik sowie über eine hervorragende Expertise in der Entwicklung optischer Systeme. Das Know-how von MAZeT umfasst dabei die Entwicklung, Fertigung und Lieferung kundenspezifischer elektronischer Baugruppen, die IC-und Filterentwicklung sowie die Systementwicklung von Hard- und Software. Die einzelnen Komponenten kommen unter anderem im gesamten Bereich der industriellen Messtechnik, Regel- und Automatisierungs- sowie Medizintechnik zum Einsatz. Weiterhin vertreibt das Unternehmen weltweit eigene Sensoren der Marke JENCOLOR®, die gegenwärtig unter anderem für die Innenraumbeleuchtung von Flugzeugen, Sensoren in der Landwirtschaft und die medizinische Analyse von Hautveränderungen eingesetzt werden. Die MAZeT GmbH ist zudem im Altgeschäft als Modullieferant für seine bisherigen industriellen Anteilseigner tätig. Das Unternehmen ist profitabel und mit etwa 80 Beschäftigten in Jena ansässig, einem weltweiten Kompetenzzentrum für optische Technologien.

Im Jahr 2016 erwirbt die ams AG 100 % der Anteile an der MAZeT GmbH. Diese strategische Übernahme baut die Marktführerschaft von ams bei optischen Sensoren aus und stärkt die Position von ams bei künftigen optischen Sensoranwendungen.

 

Die ams AG

Die ams AG ist international führend in der Entwicklung und Fertigung von Sensorlösungen und analogen ICs. Die Produkte von ams werden in Anwendungen eingesetzt, die höchste Präzision, Empfindlichkeit und Genauigkeit, einen weiten Arbeitsbereich und äußerst niedrigen Stromverbrauch erfordern. Das Produktportfolio umfasst Sensoren, Sensorschnittstellen, Power Management-ICs und Wireless-ICs für Kunden in den Märkten Consumer, Mobilkommunikation, Industrie, Medizintechnik und Automotive. ams mit Hauptsitz in Österreich beschäftigt global über 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist ein wichtiger Partner für mehr als 8.000 Kunden weltweit. ams ist an der SIX Swiss Stock Exchange börsennotiert (Tickersymbol: AMS).

 

JENCOLOR®: True-Color-Farbsensoren – Das menschliche Auge als Vorbild

Die JENCOLOR-True-Color-Farbsensoren bieten eine technische Realisierung der Normspektralwertfunktion CIE1931 und nach DIN 5033 Teil 2. Das gestattet eine Farbmessung nach DIN 5033 Teil 6 – Farbmessung nach dem Dreibereichsverfahren – Messung mit spektralen Eigenschaften, die den Kennlinien der menschlichen Wahrnehmung angelehnt sind. Sie bestehen aus PIN-Fotodioden mit optimierter Empfindlichkeit im sichtbaren Wellenlängenbereich und direkt aufgebrachtem Interferenzfilter. Die Interferenzfilter werden durch on chip mikrostrukturierte Filterschichten, mit hoher Transmission im Bandpassbereich, alterungsbeständig und stabil gegen mechanische und Temperatureinflüsse, realisiert. Die spektrale Transmissionsfunktion der Sensoren ergibt sich als Funktion aus spektraler Empfindlichkeit des Basismaterials und der Transmissionsfunktion der Filter – die Normalspektralwertfunktionen stellt die resultierende Sensorempfindlichkeit dar. Die Farbsensoren ermöglichen Anwendungen zur genauen Farbmessung von emittierenden, remittierenden oder transmittierenden Proben. Das sind zum Beispiel LED-Testung und –Sortierung, Monitorkalibrierung oder eine breite Anzahl von Applikationen, in denen kleine, kompakte und preiswerte Module zur Messung von Farbe zur Anwendung kommen.

Typische (relative) Sensorempfindlichkeit

True-Color-Farbsensor mit 19 x 3 Photodioden und hexagonaler Matrixstruktur mit einem Durchmesser von 2,0 mm

 

 

 

 

 

 

 

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POG – Optische Technologien mal nicht aus Jena

Objektiv für Calar Alto Fiber-fed Echelle Spektrograph (CAFE)

Auf dem ersten Blick könnte man hinter der nebenstehenden Fotografie ein naturwissenschaftlich angehauchtes Profilbild vermuten. Die Intention liegt aber nicht bei der jungen Dame, sondern bei der Optik, genauer dem Spektrometerobjektiv, welches sie in ihren Händen hält. Dieses optische Bauteil wurde von der Präzisionsoptik Gera GmbH für das CAFE (Calar Alto Fiber-fed Echelle) Spektrometer in Spanien hergestellt. So persönlich, wie der erste Eindruck des Bildes, ist auch die Arbeitsphilosophie der POG. Diese stellt kundenspezifische und präzise operierende Bauteile und Geräte für gesamten optischen Spektralbereich her.

Die Produktpalette beinhaltet neben den optischen und optoelektronischen Systemen bzw. Komponenten auch mikrostrukturierte Optiken. Die POG übernimmt zudem das gesamte Produktmanagement von der Idee bis zur Fertigung. Dafür werden zunächst die Optiken designend und konstruiert. Nach Absprache mit dem Kunden erfolgt dann die Montage, an der sich die Überprüfung der gewünschten Zielvorgaben anschließt.

Die optischen Lösungen der POG sind in diversen Bereichen zu finden. In der Fertigungsmesstechnik wurde bspw. ein konfokaler 3D-Scanner (Abbildung unten links) im Mikrometerbereich und ein Weitwinkelkollimator mit einem Objektfeld von 68° entworfen und gefertigt. Weitere Applikationen in diesem Gebiet sind Systeme für Laserbeleuchtung, Superbreitband- und Scanobjektive. Auch in der Luft- und Raumfahrt konnte die POG mit Laser-Projektionsobjektiven oder auch Weitwinkel-Luftbildobjektiven (Abbildung unten rechts) Komponenten für Flugsimulatoren bzw. Luftbildaufnahmen entwickeln. Neben diesen beiden Bereichen kamen die Produkte der Präzisionsoptik Gera GmbH auch in der Astrooptik, Fluoreszenzanalyse und Sicherheit zum Einsatz. Diese Auflistung steht aber nur für den Bereich der optischen Systeme. Durch die Mikrostrukturen und die optischen Komponenten würde sich die Liste um eine große Anzahl an Anwendungsgebieten erweitern. Diese Vielfalt der POG kommt den Wünschen verschiedenster Kunden natürlich entgegen. Kein Wunder, dass man unter ihnen namenhafte Institute wie das DLR, die PTB oder auch das MPE findet.

Konfokaler 3D-Scanner, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem ILM der Universität Ulm

Hochkorrigiertes Weitwinkelobjektiv für Luftbildaufnahmen

 

 

 

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Be in touch with security – Jenetric GmbH

Starten wir mal mit ersten Runde im Firmenbingo, auf die sich doch schon ein jeder der Master+ Kandidaten gefreut hat. Das Bingobild, welches ich gezogen habe, ist eine Hand im Grauton die eine transparente Platte berührt, scheinbar schwebt die Platte über eingefärbte Flächen, vielleicht ein Display? Diese Explosionsdarstellung einer Prinzip-Skizze der Technologie besitzt mehrere Funktionsfelder, welche durch die orangenen Farben verdeutlicht werden. Es gibt keine Zweifel, dass eine graue Hautfarbe eher ungesund ist und es sich um ein Fingerabdrucksensor der schon bekannten Jenetric GmbH handelt.

Prinzipskizze der Fingerabdrucksensoren der Jenetric GmbH (Firmenbingobild)

Wir „Masterplussis“ konnten uns schon mit der Technologie und den Produkten der Jenetric GmbH bei unserer ersten Mastertour bekannt machen. Hier gab es bei Kaffee und Kuchen eine interessante Vorstellung und wir durften ein Gerät der Livetouch-Serie austesten.

Das Unternehmen Jenetric GmbH hat sich im Feld der biometrischen Erfassung der Fingerdaten spezialisiert und können mit ihren biometrischen Sensoren die feine Faltenstruktur des Fingers digital aufnehmen. Dabei liegt die Philosophie des Unternehmens eher die Kommunikation während der Anwendung mit Mensch und Gerät zu idealisieren, anstatt die bloße Identitätsaufnahme. Hierfür erkennt der Sensor die Lage des Fingers auf der Scanoberfläche und gibt Hinweise auf Korrekturen und richtige Haltung der Finger bzw. Hand. Diese einfachen Nutzerhinweise werden mittels Display, welches sich unter der Scanoberfläche befindet, visualisiert und so einer fehlerbehafteten Aufnahme vorgebeugt.

Die Jenetric GmbH setzt auf die e-c-thru-Technologie, welche nicht nur verlässlich, sondern auch sehr benutzerfreundlich ist. Dabei wird versucht die Finger gut zu beleuchten und mittels Pixelfelder aufzunehmen. Der technologische Aufwand liegt dabei eine verlässliche Pixeloberfläche zu erstellen, die nicht nur eine hohe Auflösung hat, sondern auch transparent ist. Dies gelingt durch Einsatz von optischer TFT-Technologie. Dünnschicht-Transistoren (thin-film transistor; TFT) können mit den heutigen Erkenntnissen ausreichend klein gefertigt werden, dass 500ppi Bildflächenauflösung kein Problem darstellt. Vorteil dabei ist, dass das Signal-Rausch-Verhältnis verstärkt wird und daher daher auch trockene wie feuchte Finger charakterisiert werden können. Das ist unter anderem auch die Auflösung die Jenetric in ihren Livetouch quattro verwendet.

Zukünftig sollen diese Geräte eingesetzt werden, um Dokumente und Fingerabdrücke auf derselben sensitiven Oberfläche aufgenommen werden. Eine deutlich sicherere Variante im Vergleich zur Unterschrift. Man kann so verschiedene Verträge, Ausweiße und Bonuskarten mit einem zusätzlichen Identifikationsfaktor schützen.

Zusätzlich hat die EU-Kommission im Monat April 2018 einen Gesetzesvorschlag vorgestellt, der einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor für die Identifikation von EU-Bürger zum Personalausweis hinzufügt – den elektronischen Fingerabdruck. Nach diesem Vorhaben soll es Pflicht sein den eigenen Fingerabdruck im Ausweis speichern zu lassen. Vielleicht kommen wir bald alle mit den Produkten der Jenetric GmbH in BERÜHRUNG. 🙂

Logo der Jenetric GmbH

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Die LDT Jena – der Laser im Mittelpunkt

In der ersten Runde des Firmenbingos darf ich die LDT Laser Display Technology GmbH vorstellen, eine Tochter der Rheinmetall Defence Electronics GmbH mit Sitz in Jena. Die LDT ist auf die Entwicklung von Systemen in der Optoelektronik, Sensorik und Lasertechnik spezialisiert. Von den Qualitäten zweier ihrer Produkte durften wir uns bereits auf unserer zweiten Mastertour persönlich überzeugen: Laserprojektoren, die z. B. in Flugsimulationen eingesetzt werden, sowie eine laserbasierte Weißlichtquelle.

Die Laserprojektoren der LDT decken einen größeren Farbraum als konventionelle Projektoren ab und können insbesondere untere Graustufen getreu wiedergeben, was z. B. für Nachtszenen wichtig ist. Wegen hohen Kontrast und Schärfen der erzeugten Bilder sind die Laserprojektoren insbesondere für Flugsimulationen sehr attraktiv, Abbildung 1. Die Bilder werden auf einer Kuppel projiziert, die einen Nachbau des entsprechenden Cockpits umgibt. Um die gesamte Kuppel abzudecken, sind in der Regel mehrere Projektoren benötigt, deren Einzelbilder miteinander synchronisiert werden. Dadurch entsteht ein Gesamtbild ohne sichtbare „Bildnähte“ an den Stellen, an denen sich die Einzelbilder überlappen. Die Bilderzeugung selbst funktioniert durch ein schnelles Rastern der einzelnen Bildzeilen durch einen Laser-Punkt. Der Strahl wird hierzu durch ein Spiegelsystem über die Projektionsfläche geleitet. Die Bewegung des Laser-Punkts muss dabei so schnell sein, dass das menschliche Auge die Bewegung des Lasers nicht mehr registrieren kann. Neben dem Einsatz in Flugsimulatoren werden die Laserprojektoren der LDT auch in Planetarien eingesetzt; unteranderem in Jena.

Abbildung 1: Schematische Darstellung der Projektionsfläche im Flugsimulator (www.ldt-jena.de/projektionstechnologie.html).

Als zweites wurde während der Mastertour bei der LDT eine laserbasierte Weißlichtquelle vorgestellt. Weißes Laserlicht mag zunächst widersprüchlich erscheinen, da mit Laserlicht normalerweise eine hohe Monochromasie verbunden wird – eine Eigenschaft, die weißes Licht grundsätzlich nicht haben kann. Stattdessen werden aber in der Weißlichtquelle der LDT mehrere Laserstrahlenbündel diskreter Wellenlängen durch einen keramischen Konverter umgewandelt, sodass weißes Licht hoher Intensität erzeugt wird. Dieser Umwandlungsprozess funktioniert durch Anregung des Konverters durch die Laserstrahlung und anschließende Emission von weißem Licht. Die Lichtfarbe des Weißlichts kann durch den verwendeten Konverter bestimmt werden. Die Technik wird z. B. für Scheinwerfer mit hoher Leuchtkraft und Reichweite eingesetzt; im Automobilbereich, oder aber als Such- und Landescheinwerfer.

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Das ifw als kompetenter Partner für Fügetechnik und Werkstoffprüfung

Ja was habe ich denn da (siehe Abb. 1) beim Firmenbingo gezogen? Sieht aus wie eine Struktur, die durch selektives Laserstrahlschmelzen hergestellt wird. Aber wer stellt sowas denn in Jena her?


Abb. 1: beim Firmenbingo gezogenes Bauteil, welches mittels SLM hergestellt wurde

Nachdem ich mich ein wenig bei den Master+ Partner umgesehen habe und mit den anderen Masterplussies diskutiert habe, stellte sich heraus: gesucht ist das ifw.

Bei dem ifw handelt es sich genauer gesagt um das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung.  Das Institut beschäftigt sich einerseits mit der Forschung und Entwicklung in den Bereichen Strahl-, Füge-, Mikro- und Schweißtechnik. Andererseits wird hier auch die Aus- und Weiterbildung im Bereich des Schweißens durchgeführt und es gibt viele Fortbildungsangebote in den Bereichen der Werkstoffprüfung, Lasermaterialbearbeitung, Wasserstrahlschneidtechnik, Fügetechnik und viele mehr. Das ifw ist aber auch als Dienstleister aktiv und bietet Kleinserienfertigung, Potentialanalysen und Werkstoffprüfung an, welche auch das Qualitätsmanagement durchlaufen.
Laut Website beschäftigt das Institut derzeit 40 IngenieurInnen, TechnikerInnen und FacharbeiterInnen in den unterschiedlichen Aufgabenfenstern der Applikation und Beratung, Forschung, Dienstleistung und Fertigung.

Aber genug des Unternehmensgeredes: Was ist eigentlich dieses selektive Laserstrahlschmelzen, mit dem das Bauelement hergestellt wurde? Beim selektiven Laserstrahlschmelzen (SLM) wird als Ausgangsmaterial ein Metallpulver verwendet. Mittels eines fokussierten Lasers wir eine punktuelle Eigenschaftsänderung des Pulvers hervorgerufen, wodurch sich das Material am Fokuspunkt verdichtet (Siehe Abb. 2). Dabei werden die Partikel direkt untereinander verschmolzen und Schicht für Schicht aufeinander aufgebaut. Die Vorteile des Verfahrens sind hohe Bauteilkomplexität, Fertigung vollständig dichter, metallischer Gefüge mit guten mechanischen Werkstoffeigenschaften und gezielte und ressourcenschonende Bauteilverstärkung bei einer relativ kostengünstigen Fertigung. Neben dem SLM gibt es noch das selektive Lasersintern. Der Unterschied zum selektiven Laserschmelzen ist, dass vor allem Kunststoffe als Pulverwerkstoff verwendet werden und die Partikel nicht vollständig aufgeschmolzen werden.


Abb. 2: Prinzipdarstellung des selektiven Laserstrahlschmelzprozesses von https://www.rosswag-engineering.de/haeufige-frage-metall-3d-druck-selektives-laserschmelzen-slm#ds238

Am Standort Jena ist das ifw sehr gut angesiedelt und sicher immer ein hilfreicher Ansprechpartner bei Füge- und Schweißverfahren. Ich bin gespannt auf den Besuch des Unternehmens.

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Jabil Optic – Ein lokaler Global Player!

Jabil Optic – Ein lokaler Globar Player

Ein Mann mit einer Virtual Realtiy Brille, der sichtlich Spaß hat (vgl. Abbildung 1). Ob er wohl eine virtuelle Achterbahnfahrt oder Flugsimulation erlebt? Meine erste eigene Erfahrung mir der „Virtual Reality“ hatte ich im Rahmen der ersten Mastertour bei Jabil Optic. Neben VR-Brillen konnten aber noch Head Up Displays für Autos, NIR-Sensorik, Miniprojektoren und vieles mehr begutachtet werden.

Abbildung 1: Das Erlebnis mit einer VR-Brille wird sichtlich genossen!

Jabil Optics selber produziert keine der oben genannten Produkte, war aber in der Entwicklung dieser maßgeblich beteiligt. Die Niederlassung des US-Unternehmens in Jena entwickelt im Auftrag von Industriekunden solche Gerätschaften. Dabei wird die vollständige Palette von Optik- und Mechanikdesign bis zur Qualitätsprüfung und Stresstest für die fertigen Produkte von Jabil Optic angeboten. Dabei kann neben der langjährigen Erfahrung von Zeiss im Optikdesign auch auf Internationale Expertise zurückgegriffen werden, denn der Standort Jena ist nur einer von über 90 Standorten in 23 Ländern.

Das 1966, mit dem Namen Jabil Circuit, gegründet Elektronikunternehmen gehört inzwischen zu den größten Unternehmen der Elektronikherstellung der Welt und bietet seine Dienste im Bereich der Konstruktion, Produktion und Produktmanagement für Elektronikartikel an.

Der Standort in Jena ist dabei ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens im Bereich des Optikdesigns. Ein richtiger „local Global Player“ halt.

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