OptoNet MASTER+ Signet

Firmenbingo

Bei jeder Mastertour spielen die Teilnehmer Firmenbingo, um sich auf die nächste Tour vorzubereiten. Dabei ziehen sie Fotos von Produkten unserer Partnerfirmen, die zur nächsten Mastertour eingeladen sind, recherchieren diese im Internet und schreiben einen kurzen Blogartikel über das Produkt und das dazugehörige Unternehmen. Wer das Firmenbingo richtig und schnell löst, bekommt Punkte auf sein Konto gutgeschrieben:

1. Platz: 20 Punkte
2. Platz: 18 Punkte
3. Platz: 16 Punkte

4. Platz: 13 Punkte
5. Platz: 12 Punkte
6. Platz: 11 Punkte

15. Platz: 2 Punkte

Auf den Reifen, fertig, los! Bühne frei für Tobias

Es ist wieder soweit, die liebste Aufgabe aller Teilnehmer von Master+: Das Firmenbingo. Obwohl der Name diesmal irreführend ist, denn es wurden keine Firmen ausgelost, sondern die Kameraden dieses Jahrganges. Denjenigen den man gezogen hat sollte man also nun einen Artikel auf dieser Webside widmen. Meine Aufgabe besteht darin Tobias zu nimmer endenden Internetruhm zu verhelfen. Tobias (im folgenden Tobi genannt) wurde im sauerländischen Arnsberg geboren und studierte Materialdesign, Bionik und Photonik in Lippstadt. Dabei hatte er sich bereits während seines Bachelorstudiums auf Photonik spezialisiert, weswegen er dann nach erfolgreichem Abschluss ein Masterstudium in Jena begann. Dort studiert er seither Laser- und Optotechnologie an der EAH, so wie auch 99,99% aller anderen Master+ Teilnehmer (Quelle: Statistisches Bundesamt). Wenn Tobi sein Studium beendet hat, möchte er seine Arbeitskraft weder komplett der Theorie noch der Praxis verschreiben. Ihm wäre eine Arbeitsstelle am liebsten, bei der beides gefragt ist. Sollte das nicht gehen, wäre er aber eher der Praxis zugeneigt.

Als Mitglied des aktuellen Master+ Jahrgangs, hat Tobi natürlich schon einige Bewährungsproben durchlebt. Sowohl als Heber bei den teambildenden Aufgaben in der Jenaer Wildnis, als auch als Springer, der seiner Geschäftsleitung beim Führungskräftetraining willenlos ausgesetzt war, machte Tobi eine gute Figur. Und diese Figur kommt nicht von ungefähr, da Tobi nicht nur viel Sport macht, sondern auch gerne (gesund?) kocht. Letzteres konnte er beim aller ersten Treffen unserer Master+ – Gruppe unter Beweis stellen. Dort riskierte er diverse Schnitt- und Brandwunden, um eine leckere Beilage zu dem knusprigen Hähnchenschenkel für die Hauptspeise zu kreieren. Und gerade, weil Tobi eine so gute Figur hat (#NoHomo), war es für mich kein Problem ihn seinem Rätselbild zuzuordnen. Denn statt ein Bild der jeweiligen Person in die berühmten Kugeln zu stecken, hatte Peggy für jeden ein kryptisches Bild vorbereitet, mit welchem sie die jeweilige Person assoziiert. Im folgenden ist einmal der „echte“ Tobi, und einmal Tobi so wie sich Peggy ihn beim Reifenstemmen vorstellt, dargestellt. Ich überlasse es dem geneigten Leser für sich selbst herauszufinden, auf welchem der beiden Bilder der „echte“ Tobi zu sehen ist.

    

So ich hoffe, ich konnte Tobi mit diesem Artikel gerecht werden. Vielleicht kann ich dann am Ende unserer masterplussigen Gemeinschaft einen noch detaillierteren Artikel verfassen. Fürs erste sollte dieser Artikel aber für alle Anregung genug sein, die sich bisher noch nicht getraut haben, sich mit dem Leben und Wirken des Tobias Hustadt zu beschäftigen.

So und ich warte dann mal auf meinen Pulitzer-Preis.

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Augenbinde auf – Auftritt Doron

Das Bergfest steht bereits vor der Türe, nun ist es an der Zeit die Teilnehmer des Master+ Jahrgangs zu entschlüsseln. Bühne frei für Doron Dangendorf.

Dieser betritt die Bühne stets rasant mit seinem Motorrad, welches er gerne auf dem Nürburgring ausfahren würde. Auch einen Fallschirmsprung will Doron einmal ausprobieren, aber das hat noch Zeit. Denn für aufregende Erlebnisse sorgte jüngst die Hochzeit des Dreißigjährigen und natürlich sein 1 ½ jähriger Sohn. Während Doron im ersten Akt zurückhaltend wie ein Nebendarsteller agierte, war durchaus zu erwarten, dass er sich noch zeigen wird dank seiner gesunden Portion Diversität zum Groß von uns. Dies sollte sich auch bald zeigen, als die Intendanten zum Team- und Konfliktmanagement in den Jenaer Wald einluden. Wir mussten gemeinsam tiefe Moore und hohe Mauern überwinden. Dabei trat Doron mit seinem tatkräftigen Einsatz für die Gruppe ins Rampenlicht, insbesondere durch seine Selbstverständlichkeit die Verantwortung zu übernehmen und klare Entscheidungen zu treffen.

Auf einen Auftritt bei Master+ deutete Dorons anfängliche Berufswahl nicht hin. Von Bad Soden am Taunus ging es nach dem Verlassen des Gymnasiums nach der 11. Klasse zum Freiwilligen Sozialen Jahr nach Freiburg. Ebenfalls in Freiburg absolvierte er eine Ausbildung zum Altenpfleger in der Psychiatrie.
Wer verstehen will wie er zum Teilnehmer bei Master+ wurde, muss seine berufliche Umorientierung betrachten. Diese führte ihn nach Berlin, um dort das Abitur nachzuholen. Ein Massenstudiengang sollte es nicht sein, sondern Physikalische Technik und zwar in Jena aufgrund der guten Ausstattung an der Ernst-Abbe-Hochschule.

Doron studiert derzeit Werkstofftechnik im Master. Momentan ist Doron als Inbetriebnahmeingenieur bei der Vistec Electron Beam GmbH in Jena tätig. Dort beschäftigt er sich mit Elektronenstrahlbelichtungsanlagen für die Lithografie und strebt längerfristig eine Tätigkeit in einer F&E Abteilung an.

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Beim Bingo das große Los gezogen!

-Robin Hassel-

In dieser Runde des Firmenbingos darf ich euch Robin Hassel vorstellen. Wenn man sich ein Gruppenfoto des aktuellen MASTER+ – Jahrgangs anschaut, so sticht einem Robin als Größter mit seinem freundlichen Lächeln schnell ins Auge. Seine Körperlänge hat er auch schon aufopferungsvoll für das Team zum Einsatz gebracht, um beim Outdoor-Training als menschliche Angel an einem Seil hängend einen Sack voll Murmeln zu fischen. Eine wichtige Größe in unserer Truppe ist Robin aber vor allem wegen seiner entspannten, vertrauensvollen und fröhlichen Art.
Highlights dieses Semester waren für ihn aus fachlicher Sicht zahlreiche Exkursionen im Rahmen des Studiums und natürlich auf den Mastertouren, die viele praktischen Einblicke in die Photonikbranche gegeben haben.
Zwischen den wilden Waldabenteuern und Mastertouren studiert Robin Laser- und Optotechnologie an der EAH Jena, wo er zuvor auch seinen Bachelor in Augenoptik und Optometrie abgeschlossen hat. Hier verwirklicht er seine Interessen mit seinen fachlichen Schwerpunkten in Lasertechnik und Optiktechnologie. Wenn Robin gerade nicht mit Lasern Glas umformt, dann ist er sehr gerne durch Wald und Wiesen in der Natur unterwegs, hört Musik oder spielt Fußball mit Freunden.

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Sherlock Holmes – Auf den Spuren von Otto Schott

Eine kleine plankonvexe Linse – mit diesem Objekt beginnt meine erste Runde des Firmenbingos. Jedoch kann ich an dieser Linse keine außergewöhnlichen Merkmale erkennen, keine besondere Beschichtung, auch keine ausgefallene Bauform. Dennoch sind solche optischen Linsen ein Star in der Lichtstadt Jena und spielen in fast unzähligen Firmen eine wichtige Rolle, bloß welche Firma könnte gemeint sein?

In Ermangelung von Indizien gleicht dies der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen, ob ich Detektiv Sherlock Holmes engagieren soll? Bei der Recherche nach passenden Firmen werde ich jedoch auf die Schott AG aufmerksam, deren Gründer Otto Schott mit seinen Glasschmelzversuchen erstmals die Herstellung von definierten optischen Gläsern ermöglichte. Das Glas von Schott ist seither Grundlage für unzählige optische Bauteile weltweit und womöglich auch für meine Linse? Grund genug mich in diesem Artikel auf die Spuren von Otto Schott zu begeben.

Otto Schott (1851 – 1935)
von www.carl-zeiss-stiftung-125jahre.de

Im Jahr 1872 ist es Carl Zeiss und Ernst Abbe in Jena gelungen ein Mikroskop herzustellen, das sämtliche Konkurrenzprodukte weit übertrifft. Jedoch gab es kein optisches Glas mit verlässlichen Eigenschaften zu kaufen, weshalb die Beiden die Sache selbst in die Hand nahmen. Ein junger Glaschemiker aus Westfalen begeisterte sie mit seinen Studienergebnissen zu den Auswirkungen chemischer Elemente auf die Glaseigenschaften. Dieser heißt Otto Schott und wird umgehend nach Jena geholt. Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott gründen im Jahr 1884 das Glastechnische Laboratorium Schott & Genossen und arbeiten derart erfolgreich zusammen, dass das kongeniale Team in die Geschichte der Optik eingeht. Otto Schott entwickelt erstmals optische Spezialgläser mit genau definierten Eigenschaften und gilt daher als Begründer der modernen Glastechnologie. Im selben Jahrzehnt gelingt die Entwicklung des Borosilikatglases, auch bekannt als JENAer GLAS, welches chemisch resistent und hitzebeständig ist.

Im 20. Jahrhundert werden zahlreiche weitere technologische Meilensteine gesetzt, wie optische Filtergläser, Glas-Metall-Durchführungen, ZERODUR als Trägermaterial für die größten Teleskope der Welt und die allseits bekannten CERAN Kochflächen.

Wieso ist nicht Jena Hauptsitz des Unternehmens geblieben?

Optische Gläser höchster Homogenität der Schott AG (https://www.schott.com/advanced_optics/german/news/press.html)

Bald nach der Gründung wird das Glastechnische Laboratorium in ein Stiftungsunternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung umgewandelt. Noch vor der Gründung der DDR wird das Werk jedoch von den Besatzern enteignet. Es kommt zur Spaltung des Unternehmens in Ost und West. Im Westen wird Mainz zur Konzernzentrale. Nach der Wiedervereinigung übernimmt Schott Mainz das alte Stammwerk in Jena.

Die Schott AG erwirtschaften heute einen Umsatz von etwa 2 Milliarden Euro und beschäftigt 15.000 Mitarbeiter. Von der Ursprungsbranche der optischen Gläser ausgehend, von denen heute allein 120 verschiedene optische Glastypen produziert werden, ist Schott in vielen verschiedenen Branchen aktiv wie der Hausgeräteindustrie, Life Sciences, Automobilindustrie, Pharmaindustrie, Elektronik und Astronomie. Am Standort Jena werden hauptsächlich Brandschutzgläser und Borosilikatglas, sowie chemisch vorgespannte Gläser hergestellt.

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Präzision aus Jena

Was bin ich?

Das Ende unserer Mastertour zu Laser Display Technology und Göpel Electronic in Jena Göschwitz läutete den Beginn des diesjährigen Firmenbingos ein. In der von mir gezogenen Kugel befand sich ein optisches Bauteil, welches die Form einer Keilplatte mit einer Länge von 12,7 mm besitzt. Die schräge Seite mit einer Länge von 10 mm ist zusätzlich mit einer (evtl. aufgedampften) Reflexionsbeschichtung versehen (vgl. Abbildung 1).

Abb. 1: beschichtete Keilplatte

Beim Material könnte es sich um technisches Glas, wie beispielsweise BK-7  handeln. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass das Bauteil zur Reflexion von Strahlung über die aufgebrachte Spiegelschicht dient. Beim genaueren Hinschauen fällt jedoch auf, dass zwei der Außenflächen des Glases (12,7 mm – & 7,0 mm ‑ Seite) eine polierte Oberfläche aufweisen, wobei die lange Seite sogar über eine Entspiegelungsschicht verfügt. Diese vermindert im Allgemeinen Reflexionen und führt daher zu einer erhöhten Transmission auftreffender Strahlung. Aufgrund dieser Tatsache scheint es plausibel, dass mit Hilfe des optischen Bauteils eine 90°-Umlenkung von (Laser-)Lichtstrahlen realisiert werden soll. Dies bestätigt folgende Abbildung, welche die Umlenkung von Laserstrahlung im Wellenlängenbereich von λ = 635 – 660 nm (rote Laserdiode) durch das beschriebene Bauteil zeigt (vgl. Abbildung 2).

Abb. 2: 90°-Umlenkung von Laserstrahlung (λ = 635 – 660 nm; rote Laserdiode)

Die Hauptanwendung des prismenähnlichen Bauteils liegt demnach in der Laseroptik, wobei auch Gebiete wie die optische Sensorik oder die Endoskopieoptik denkbar sind.

 

Mikrooptik aus Jena

Als Hersteller eines solchen Bauteils kommen insbesondere Firmen wie Hellma Optics, Präzisionsoptik Gera oder Optikron, allesamt OptoNet-Partnerfirmen, infrage. Während Hellma Optics und Präzisionsoptik Gera eine breite Palette an Plan-, Zylinder- und Spezialoptiken in unterschiedlichsten Dimensionen anbieten, fertigt Optikron seit der Gründung im Jahre 1992 vorwiegend Optik- und Präzisionskomponenten im Mikrobereich (z.B. Planplatten, Keilprismen, Mikro-Wafer, Endoskopieoptiken & eben obiges Bauteil) am Standort Jena. Neben genannten Produkten hat sich das Unternehmen auf die Fertigung und Montage von optischen Baugruppen, Multielement-Optiken (wie komplexe Prismen-, Strahlteiler- und Filter-Arrays), Mikro-Kameras und (bildgebende) Visionssysteme sowie sämtliche optische Beschichtungen spezialisiert. Dabei habe Präzision stets höchste Priorität.

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Weniger ist mehr!

In der erste Runde des Firmenbingos habe ich ein beschichtetes Glas gezogen (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Beschichtetes Glas.

Ein Unternehmen welches optische Dünnschichten herstellt war hier in Jena naheliegend. Optics Balzers Jena Gmbh enstanden aus der Übernahme der mso Jena Mikroschichttechnik GmbH 2010 durch die Optics Balzers AG. Die Herstellung von Dünnschichten für Filter und Spiegel durch optische Beschichtungstechnologien wie Aufdampfen (Elektronenstrahl und thermisch), IAD-Aufdampfen (Ion Assisted Deposition), IBS-Aufdampfen (Ion Beam Sputtering), Magnetron Sputter-Beschichtung und Plasma-unterstützte Magnetron Sputter-Beschichtung sind ihr Spezialgebiet.

Die vorliegende Beschichtung könnte ein Notchfilter. Durch einen der genannten Beschichtungsprozesse wird eine komplexes Vielschichtsystem auf das Glassubstrat aufgebracht.  Dieses Vielschichtsystem blockt eine bestimmte Wellenlänge. Für das übrige Spektrum weist dieser Filter eine hohe Transmission >95% auf. Die Notchfilter der Optics Balzers können auch als Multi-Notchfilter  gefertigt werden und ermöglichen das Blocken von bis zu 4 Wellenlängen gleichzeitig.

Ein spannendes Anwendungsgebiet der Notchfilter findet man in der Optalmochirugie, bei der das monochromatische Licht des Therapielaser der vom Auge des Patienten reflektiert wird herausgefiltert wird, sodass das Auge des behandelnden Arztes keinen Schaden erleidet (Abb. 2).

Abb.2 : Notchfilter als Laserschutz bei der Augenchirugie (Quelle: https://www.opticsbalzers.com/de/anwendungen/ophthalmochirurgie.html).

 

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Von der Werkstatt zum Global Player – JENOPTIK

Als ich erwartungsvoll mein Los für das Firmenbingo entgegennahm konnte ich noch nicht ahnen, dass sich hinter dem Bild mit den futuristisch daherkommenden Kugeln einer der größten Konzerne in Jena verbirgt. Dabei handelt es sich keineswegs, wie man anfangs vermuten könnte um moderne Konzepte der Innenbeleuchtung – dargestellt sind Zellen, was auch ein Ausblick auf ein spezielles Produkt der Jenoptik ist, aber dazu später mehr.

Doch beginnen wir bei dem Konzern, oder genauer der Aktiengesellschaft, die in der obersten Liga der Photonik heimisch ist. Die Wurzeln von JENOPTIK lassen sich bis 1846 zur Werkstatt Carl Zeiss zurückverfolgen. Nach seinem Tod übernahm Ernst Abbe die Werkstatt und überführte sie in die Carl-Zeiss-Stiftung Jena. Nach der Wende, als die Stiftung Ost- und Weststandorte wieder vereinigte ging aus der Carl Zeiss GmbH der Jenoptik Konzern hervor und begann sofort mit der Umstrukturierung und Erweiterung. Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt sich in den über 3500 Mitarbeitern und Standorten in der ganzen Welt. Es kristallisierten sich über die Jahre verschiedene Sektoren und spezialisierte Tochtergesellschaften heraus, unter anderem: Automatisierungstechnik, Optische Systeme oder Laser.

Doch wo passen da die leuchtenden Zellen in die Konzernstruktur? Die sind selbstverständlich nicht das Produkt, wohl aber ihre Abbildung und Analyse, für die Jenoptik eine Diagnostik-Imaging-Plattform im Angebot hat: JENOPTIK SYIONS. Und das Gerät ist ein echter Alleskönner, von Live Cell Imaging, also der Betrachtung lebender Zellen, bis zu Durchflusszytometrie kann es so einiges bieten. Diese Verfahren werden in der Medizin zur Diagnostik oder auch zur Forschung genutzt, um zum Beispiel bei der künstlichen Befruchtung die Spermazellen nach Chromosomen zu trennen oder Gewebe eines Patienten auf Krankheitserreger zu untersuchen. Besondere Vorteile bietet das Gerät durch seine schnelle Erfassung, Kompaktheit und Kompatibilität mit vorhandenen Laborgeräten.

Zum Abschluss sei noch zu erwähnen, dass das Gerät neben seinem hohen medizinischen Nutzen auch einfach sehr schöne Bilder produziert.

 

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MAZeT GmbH & ams Sensors Germany GmbH: strategische Transaktion schafft Wachstumsmöglichkeiten für Farb- und Spektralsensorik

„MAZeT ist ein Pionier in der Entwicklung optischer Farb- und Spektralsensoren, und wir freuen uns, jetzt Teil von ams zu werden. Die Verbindung der komplementären Produkte und Sensorkompetenzen beider Unternehmen stärkt unsere führende Position mit einem hervorragenden Portfolio optischer Sensoren für die Zielmärkte Automotive, Industrie, Medizintechnik und intelligente Beleuchtung.“ So kommentiert Dr. Fred Grunert (Geschäftsführer der MAZeT GmbH) die Transaktion, die den Erwerb der MAZeT GmbH durch die ams AG umfasst. In diesem Artikel werden im Rahmen des Firmenbingo, veranstaltet durch den OptoNet e.V. Jena, beide Unternehmen kurz vorgestellt, sowie ein kleiner Einblick in das Produktportfolio gegeben.

 

Die MAZeT GmbH

Die MAZeT GmbH ist einer der führenden, europäischen Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister und konzentriert sich auf Anwendungen in der Industrie- und Medizintechnik. Das 1992 gegründete Unternehmen verfügt über ein umfassendes System- und Applikations-Know-how für anspruchsvolle Farb- und Spektralsensorik sowie über eine hervorragende Expertise in der Entwicklung optischer Systeme. Das Know-how von MAZeT umfasst dabei die Entwicklung, Fertigung und Lieferung kundenspezifischer elektronischer Baugruppen, die IC-und Filterentwicklung sowie die Systementwicklung von Hard- und Software. Die einzelnen Komponenten kommen unter anderem im gesamten Bereich der industriellen Messtechnik, Regel- und Automatisierungs- sowie Medizintechnik zum Einsatz. Weiterhin vertreibt das Unternehmen weltweit eigene Sensoren der Marke JENCOLOR®, die gegenwärtig unter anderem für die Innenraumbeleuchtung von Flugzeugen, Sensoren in der Landwirtschaft und die medizinische Analyse von Hautveränderungen eingesetzt werden. Die MAZeT GmbH ist zudem im Altgeschäft als Modullieferant für seine bisherigen industriellen Anteilseigner tätig. Das Unternehmen ist profitabel und mit etwa 80 Beschäftigten in Jena ansässig, einem weltweiten Kompetenzzentrum für optische Technologien.

Im Jahr 2016 erwirbt die ams AG 100 % der Anteile an der MAZeT GmbH. Diese strategische Übernahme baut die Marktführerschaft von ams bei optischen Sensoren aus und stärkt die Position von ams bei künftigen optischen Sensoranwendungen.

 

Die ams AG

Die ams AG ist international führend in der Entwicklung und Fertigung von Sensorlösungen und analogen ICs. Die Produkte von ams werden in Anwendungen eingesetzt, die höchste Präzision, Empfindlichkeit und Genauigkeit, einen weiten Arbeitsbereich und äußerst niedrigen Stromverbrauch erfordern. Das Produktportfolio umfasst Sensoren, Sensorschnittstellen, Power Management-ICs und Wireless-ICs für Kunden in den Märkten Consumer, Mobilkommunikation, Industrie, Medizintechnik und Automotive. ams mit Hauptsitz in Österreich beschäftigt global über 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist ein wichtiger Partner für mehr als 8.000 Kunden weltweit. ams ist an der SIX Swiss Stock Exchange börsennotiert (Tickersymbol: AMS).

 

JENCOLOR®: True-Color-Farbsensoren – Das menschliche Auge als Vorbild

Die JENCOLOR-True-Color-Farbsensoren bieten eine technische Realisierung der Normspektralwertfunktion CIE1931 und nach DIN 5033 Teil 2. Das gestattet eine Farbmessung nach DIN 5033 Teil 6 – Farbmessung nach dem Dreibereichsverfahren – Messung mit spektralen Eigenschaften, die den Kennlinien der menschlichen Wahrnehmung angelehnt sind. Sie bestehen aus PIN-Fotodioden mit optimierter Empfindlichkeit im sichtbaren Wellenlängenbereich und direkt aufgebrachtem Interferenzfilter. Die Interferenzfilter werden durch on chip mikrostrukturierte Filterschichten, mit hoher Transmission im Bandpassbereich, alterungsbeständig und stabil gegen mechanische und Temperatureinflüsse, realisiert. Die spektrale Transmissionsfunktion der Sensoren ergibt sich als Funktion aus spektraler Empfindlichkeit des Basismaterials und der Transmissionsfunktion der Filter – die Normalspektralwertfunktionen stellt die resultierende Sensorempfindlichkeit dar. Die Farbsensoren ermöglichen Anwendungen zur genauen Farbmessung von emittierenden, remittierenden oder transmittierenden Proben. Das sind zum Beispiel LED-Testung und –Sortierung, Monitorkalibrierung oder eine breite Anzahl von Applikationen, in denen kleine, kompakte und preiswerte Module zur Messung von Farbe zur Anwendung kommen.

Typische (relative) Sensorempfindlichkeit

True-Color-Farbsensor mit 19 x 3 Photodioden und hexagonaler Matrixstruktur mit einem Durchmesser von 2,0 mm

 

 

 

 

 

 

 

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POG – Optische Technologien mal nicht aus Jena

Objektiv für Calar Alto Fiber-fed Echelle Spektrograph (CAFE)

Auf dem ersten Blick könnte man hinter der nebenstehenden Fotografie ein naturwissenschaftlich angehauchtes Profilbild vermuten. Die Intention liegt aber nicht bei der jungen Dame, sondern bei der Optik, genauer dem Spektrometerobjektiv, welches sie in ihren Händen hält. Dieses optische Bauteil wurde von der Präzisionsoptik Gera GmbH für das CAFE (Calar Alto Fiber-fed Echelle) Spektrometer in Spanien hergestellt. So persönlich, wie der erste Eindruck des Bildes, ist auch die Arbeitsphilosophie der POG. Diese stellt kundenspezifische und präzise operierende Bauteile und Geräte für gesamten optischen Spektralbereich her.

Die Produktpalette beinhaltet neben den optischen und optoelektronischen Systemen bzw. Komponenten auch mikrostrukturierte Optiken. Die POG übernimmt zudem das gesamte Produktmanagement von der Idee bis zur Fertigung. Dafür werden zunächst die Optiken designend und konstruiert. Nach Absprache mit dem Kunden erfolgt dann die Montage, an der sich die Überprüfung der gewünschten Zielvorgaben anschließt.

Die optischen Lösungen der POG sind in diversen Bereichen zu finden. In der Fertigungsmesstechnik wurde bspw. ein konfokaler 3D-Scanner (Abbildung unten links) im Mikrometerbereich und ein Weitwinkelkollimator mit einem Objektfeld von 68° entworfen und gefertigt. Weitere Applikationen in diesem Gebiet sind Systeme für Laserbeleuchtung, Superbreitband- und Scanobjektive. Auch in der Luft- und Raumfahrt konnte die POG mit Laser-Projektionsobjektiven oder auch Weitwinkel-Luftbildobjektiven (Abbildung unten rechts) Komponenten für Flugsimulatoren bzw. Luftbildaufnahmen entwickeln. Neben diesen beiden Bereichen kamen die Produkte der Präzisionsoptik Gera GmbH auch in der Astrooptik, Fluoreszenzanalyse und Sicherheit zum Einsatz. Diese Auflistung steht aber nur für den Bereich der optischen Systeme. Durch die Mikrostrukturen und die optischen Komponenten würde sich die Liste um eine große Anzahl an Anwendungsgebieten erweitern. Diese Vielfalt der POG kommt den Wünschen verschiedenster Kunden natürlich entgegen. Kein Wunder, dass man unter ihnen namenhafte Institute wie das DLR, die PTB oder auch das MPE findet.

Konfokaler 3D-Scanner, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem ILM der Universität Ulm

Hochkorrigiertes Weitwinkelobjektiv für Luftbildaufnahmen

 

 

 

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Be in touch with security – Jenetric GmbH

Starten wir mal mit ersten Runde im Firmenbingo, auf die sich doch schon ein jeder der Master+ Kandidaten gefreut hat. Das Bingobild, welches ich gezogen habe, ist eine Hand im Grauton die eine transparente Platte berührt, scheinbar schwebt die Platte über eingefärbte Flächen, vielleicht ein Display? Diese Explosionsdarstellung einer Prinzip-Skizze der Technologie besitzt mehrere Funktionsfelder, welche durch die orangenen Farben verdeutlicht werden. Es gibt keine Zweifel, dass eine graue Hautfarbe eher ungesund ist und es sich um ein Fingerabdrucksensor der schon bekannten Jenetric GmbH handelt.

Prinzipskizze der Fingerabdrucksensoren der Jenetric GmbH (Firmenbingobild)

Wir „Masterplussis“ konnten uns schon mit der Technologie und den Produkten der Jenetric GmbH bei unserer ersten Mastertour bekannt machen. Hier gab es bei Kaffee und Kuchen eine interessante Vorstellung und wir durften ein Gerät der Livetouch-Serie austesten.

Das Unternehmen Jenetric GmbH hat sich im Feld der biometrischen Erfassung der Fingerdaten spezialisiert und können mit ihren biometrischen Sensoren die feine Faltenstruktur des Fingers digital aufnehmen. Dabei liegt die Philosophie des Unternehmens eher die Kommunikation während der Anwendung mit Mensch und Gerät zu idealisieren, anstatt die bloße Identitätsaufnahme. Hierfür erkennt der Sensor die Lage des Fingers auf der Scanoberfläche und gibt Hinweise auf Korrekturen und richtige Haltung der Finger bzw. Hand. Diese einfachen Nutzerhinweise werden mittels Display, welches sich unter der Scanoberfläche befindet, visualisiert und so einer fehlerbehafteten Aufnahme vorgebeugt.

Die Jenetric GmbH setzt auf die e-c-thru-Technologie, welche nicht nur verlässlich, sondern auch sehr benutzerfreundlich ist. Dabei wird versucht die Finger gut zu beleuchten und mittels Pixelfelder aufzunehmen. Der technologische Aufwand liegt dabei eine verlässliche Pixeloberfläche zu erstellen, die nicht nur eine hohe Auflösung hat, sondern auch transparent ist. Dies gelingt durch Einsatz von optischer TFT-Technologie. Dünnschicht-Transistoren (thin-film transistor; TFT) können mit den heutigen Erkenntnissen ausreichend klein gefertigt werden, dass 500ppi Bildflächenauflösung kein Problem darstellt. Vorteil dabei ist, dass das Signal-Rausch-Verhältnis verstärkt wird und daher daher auch trockene wie feuchte Finger charakterisiert werden können. Das ist unter anderem auch die Auflösung die Jenetric in ihren Livetouch quattro verwendet.

Zukünftig sollen diese Geräte eingesetzt werden, um Dokumente und Fingerabdrücke auf derselben sensitiven Oberfläche aufgenommen werden. Eine deutlich sicherere Variante im Vergleich zur Unterschrift. Man kann so verschiedene Verträge, Ausweiße und Bonuskarten mit einem zusätzlichen Identifikationsfaktor schützen.

Zusätzlich hat die EU-Kommission im Monat April 2018 einen Gesetzesvorschlag vorgestellt, der einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor für die Identifikation von EU-Bürger zum Personalausweis hinzufügt – den elektronischen Fingerabdruck. Nach diesem Vorhaben soll es Pflicht sein den eigenen Fingerabdruck im Ausweis speichern zu lassen. Vielleicht kommen wir bald alle mit den Produkten der Jenetric GmbH in BERÜHRUNG. 🙂

Logo der Jenetric GmbH

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…ist der Studienförderkreis optische Technologien von OptoNet. Jährlich erhalten maximal 15 Teilnehmer die Chance, studienbegleitend an diesem dreisemestrigen Programm teilzunehmen. Sie erhalten dadurch Zugang zu den Top-Unternehmen der Branche sowie exklusive Workshops & Trainings und erwerben damit eine optimale Startposition für ihre Karriere.
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