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Festkörperlaser und mehr von LASOS

In der dritten Runde unseres Firmenbingos sind nun wieder Firmen vorzustellen und vorher anhand eines gezogenen Bauteils zu erkennen. Mein Bauteil war ein transluzenter grün-gelber Stab – ersten Vermutungen zufolge das aktive Medium eines Festkörperlasers. Tatsächlich handelt es sich um einen Yttrium-Aluminium-Granat-(YAG-)Kristall, der in der Anwendung als Festkörperlaser als Wirtskristall für eine oder mehrere optisch aktive Spezies dient.

Abb. 1: Nd:YAG-Laserkristalle (bjpcrystal.de)

Die optisch aktiven Spezies, mit denen der YAG-Kristall dotiert wird, bestimmen die emittierte Wellenlänge des Lasers, die erreichbare Energiedichte. Häufig werden Neodym (Abb. 1) oder Ytterbium verwendet, wodurch Infrarotlicht mit Wellenlängen von 1064 bzw. 1030 nm erreicht wird. Ein wesentlicher Vorteil von Lasern in diesem Wellenlängenbereich (und im sichtbaren Spektralbereich) ist die mögliche Strahlführung über Glasfasern. Weitere Dotanden können darüber hinaus den absorbierten Wellenlängenbereich für die optische Anregung des aktiven Mediums erweitern und dem Transfer der Anregungsenergie an das eigentliche Laser-Ion dienen.

LASOS Logo

Abb. 2: LASOS (lasos.com)

Ein Mitglied des OptoNets, das Festkörperlaser (als auch Gas- und Diodenlaser) mit Wellenlängen vom ultravioletten bis nah-infraroten Bereich für Forschungs- und Industrieanwendungen herstellt ist die LASOS Lasertechnik GmbH (Abb. 2). Die Firmenursprünge gehen auf die Produktion von Helium-Neon- und Argon-Ionen-Lasern durch Siemens in den 60er und 80er Jahren zurück, bis sich die Laserfertigung in den 90er Jahren trennte und seit 2000 unter dem jetzigen Firmennamen bekannt ist.

Besonders hervorzuheben ist die Anwendung der Laser in der konfokalen Mikroskopie, in der LASOS eine führende Position innehält. Bei der Laser-basierten konfokalen Mikroskopie wird Fluoreszenzstrahlung detektiert, zu deren Emission die Probe mithilfe des Lasers angeregt wird. Zusätzlich wird durch eine kleine konfokale Blende die Schärfentiefe soweit reduziert, dass ausschließlich Fluoreszenzstrahlung aus dem Fokuspunkt des Anregungspunkts detektiert wird. Durch die Bewegung des Fokuspunkts auf der Probe in allen drei Raumrichtungen können somit dreidimensionale Abbildungen erzeugt werden. LASOS bietet für diese Anwendung die schon seit längerer Zeit eingesetzten Argon-Ionen-Laser, aber auch Festkörperlaser an, die hinsichtlich ihrer Baugröße, Energiebedarf und Lebensdauer Vorteile bieten. Weitere Felder, in denen Produkte von LASOS Anwendung finden, sind u.a. die Spektroskopie und Holographie.

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Ein Kommentar zu Festkörperlaser und mehr von LASOS

  1. Master Plus Master Plus sagt:

    Ein kristallklarer Artikel, lieber Sönke, damit hast Du Dir die Bronzemedaille errungen!

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