OptoNet MASTER+ Signet

Firmenbingo

Bei jeder Mastertour spielen die Teilnehmer Firmenbingo, um sich auf die nächste Tour vorzubereiten. Dabei ziehen sie Fotos von Produkten unserer Partnerfirmen, die zur nächsten Mastertour eingeladen sind, recherchieren diese im Internet und schreiben einen kurzen Blogartikel über das Produkt und das dazugehörige Unternehmen. Wer das Firmenbingo richtig und schnell löst, bekommt Punkte auf sein Konto gutgeschrieben:

1. Platz: 20 Punkte
2. Platz: 18 Punkte
3. Platz: 16 Punkte

4. Platz: 13 Punkte
5. Platz: 12 Punkte
6. Platz: 11 Punkte

15. Platz: 2 Punkte

Sättigbare Absorber von BATOP und was man mit ihnen anstellen kann

Dieses Mal erwartete mich beim Firmenbingo ein sehr orangefarbenes Bild. Die Recherche durch die OptoNet-Partner brachte mich schließlich auf die richtige Fährte: Die Abbildung zeigte einen sättigbaren Absorber der Firma BATOP GmbH, die 2003 gegründet wurde und ihren Sitz seit März 2017 im Gewerbegebiet JenA4 in Jena hat. Dieses optische Bauelement wird häufig zur passiven Modenkopplung in Laserresonatoren genutzt. Die sättigbare Absorption bezieht sich auf die Intensität und ist wellenlängenabhängig. Dafür wird also ein intensitätsabhängiger Absorptionskoeffizient benötigt, der beispielsweise bei einer Farbstofflösung oder in Halbleiterelementen auftritt. Es zeigen auch viele weitere Materialien den Effekt der sättigbaren Absorption, allerdings tritt er oft erst bei sehr hohen Intensitäten auf, was sie für den industriellen Gebrauch unpraktikabel macht.

Quelle: www.batop.de

Der Effekt äußert sich dadurch, dass die Absorption mit steigender Intensität der Laserstrahlung sinkt. So erhöht sich bei einem Spiegel, der mit einem sättigbaren Absorber beschichtet wurde, bei höheren Intensitäten die Reflektivität.

Eine besonders häufige Anwendung ist die des Güteschalters in Lasern, wodurch sehr kurze und energiereiche Laserpulse erzeugt werden können. Im Detail funktioniert das wie folgt: Zuerst einmal wird ein Material benötigt, dass für die Wellenlänge des Lasers Übergänge besitzt. Anfangs werden die Photonen, die im Resonator sind dann durch dieses Material absorbiert, indem es angeregt wird. Mit steigender Intensität befinden sich immer mehr Atome im angeregten Zustand und haben nicht mehr genug Zeit, in den Grundzustand zurückzugehen, bevor ein neues Photon eintrifft. Die Absorption erreicht somit eine Sättigung und das Material wird transparent für die Laserstrahlung und er kann anschwingen. Anschließend baut sich die Besetzungsinversion im aktiven Medium des Lasers wieder ab, sodass die Intensität sinkt und das Absorbermaterial wieder absorbiert. Wichtige Parameter sind dabei die Relaxationszeit und die Sättigungsintensität, die durch die Wahl des Materials und die Schichtdicke festgelegt werden können.

Die Firma BATOP stellt verschiedene Bauelemente mit sättigbaren Absorbern her. So gibt es die sättigbaren Absorberspiegel SAM („saturable absorber mirror“), die zur passiven Modenkopplung und als Güteschalter in diodengepumpten Lasern eingesetzt werden. Der RSAM, bei dem das „R“ zusätzlich zu obiger Abkürzung für das englische „resonant“ steht, wird hinter einem optischen Verstärker in optischen Einheiten genutzt, um das Signal-zu-Rausch-Verhältnis zu verbessern. Er ist auch ein Teil des sättigbaren Rauschunterdrückers SANOS. Außerdem bietet BATOP auch transmittive sättigbare Absorber an, die beispielsweise Anwendung in Faserringlasern finden. Alle Bauteile werden für verschiedene Wellenlängen angeboten und lassen sich noch individuell anpassen.

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Back in Black

Bei sommerlicher Atmosphäre inklusiv feinster Thüringer Rostbratwürste und gut gekühltem
Hopfen war es zum dritten Mal an der Zeit für das bekannte MasterPlus Firmenbingo.
Für mich hieß es diesmal Back in Black. Doch bevor der ein oder andere hofft ich
hätte das Glück gehabt über das in den 80iger Jahren veröffentlichte Studioalbum der
australischen Hard-Rock-Band AC/DC zu schreiben, den muss ich leider enttäuschen.
Es geht um ein Produkt der ACM Coatings GmbH. Was auf den ersten Blick wie eine
Hightech-Klopapierrolle aussieht ist eine spezielle, doppelseitig klebende schwarze Folie.
Doch was tut sie? Im Wesentlichen genau das, was schwarze Folien tun. Sie absorbiert
Licht.

Doch zuerst der Reihe nach. Die ACM Coatings GmbH ist ein in der Nähe von Naumburg
sitzendes Tochterunternehmen der Acktar Ltd. (Israel). Diese agiert für den Mutterkonzern
als Produktions- und Vertriebspartner für Acktar-Produkte in Deutschland und
Europa. Diese Produkte sind im Wesentlichen schwarze, absorbierende Beschichtungen
und Materialien. Die Beschichtung deckt alle Wellenlängenbereiche ab, vom ultravioletten
über das sichtbare bis hin zum infraroten Spektrum. Für das ungeschulte Auge ist
nicht sofort ersichtlich, wofür solche tiefschwarzen Folien nützlich sein könnten. Doch in
fast allen Bereichen der optischen Industrie finden solche Beschichtungen Einzug. Um
nur einige zu nennen: Die Lasertechnik benötigt schwarze Beschichtungen, um Streulicht
zu vermeiden. In der technischen Optik werden Blenden jeglicher Art mit schwarzen Farben
beschichtet. Ebenso Fassungen und Bauteile in Strahlgängen, Strahlfallen und allen
gängigen optischen Gehäusen. Auf der unternehmenseigenen Homepage werden noch
Brachen wie die Luft- und Raumfahrt, Sensorik, Medizintechnik und industrielle Bildverarbeitung
genannt.
Zusammengefasst lässt sich somit sagen: Soll in einem optischen Aufbau Streustrahlung
bestmöglich absorbiert werden, ist die ACM Coatings GmbH eine ideale Anlaufstelle.

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LaCoSys

Die in Jena gelegene LaCoSys GmbH ist ein sehr junges Unternehmen und beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb elektronischer und optoelektronischer Baugruppen und Systeme. Weiterhin ist das Unternehmen im Dienstleistungsbereich zur Soft- und Hardwareentwicklung tätig. Die hier hergestellten Stromquellen für Lasersysteme im industriellen Bereich, sowie Laserdiodentreiber für den Laborbereich sind einfach zu bedienen und robust. Auch der Schutz der Laser soll nicht zu kurz kommen; dafür gibt es hochbelastbare Abschaltsysteme aus gleichem Hause. Im Bereich der Sensoren brilliert die LaCoSys GmbH mit der SmartPicker AOM und EOM Serie, die ideal zur Steuerung akkustooptischer Modulatoren geeignet sind. Die SmartDetect Serie bietet eine einfache und kostengünstige Anwendung sowohl im Labor als auch industriell. Mit ihr kann eine sichere Signalübertragung gewährleistet und Signale mit unterschiedlichen Sensor Verstärker Topologien verarbeitet werden. Trotz der erst kürzlichen Gründung der LaCoSys GmbH können sich Kunden auf die Erfahrung im Bereich Laser und Lasersysteme verlassen und davon profitieren. Neben dem Hauptaugenmerk auf die funktionale Sicherheit, entwickelt das Unternehmen umweltgerecht und sorgt für nachhaltige Prozesse.

Quelle: www.lacosys.com

 

 

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MASTERplus trifft nanoplus

Master plus steht für die Vernetzung von Technologieunternehmen und Universitäten/ Hochschulen vor allem im Bereich von Fachkräften. Die Verbindung von Technologieunternehmen und Universitäten lässt sich auch bei dem OptoNet Parnterunternehmen NanoPlus wiederfinden: es handelt sich um ein Unternehmen, dass aus einer Entdeckung an der Universität Würzburg hervorging.

Der an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erforschte und patentierte „metal grating approch“ für Lasermedien ermöglicht es der Firma NanoPlus seit 15 Jahren Ultra präzise Laser im nahen und mittlerem Infrarot zu fertigen. Laser des Unternehmens können je nach Wahl des Lasersystems im Wellenlängenbereich von 760 bis 14.000 nm eingesetzt werden.

Abbildung 1: Diodenlaser von nanoplus

Besonders im Focus von NanoPlus stehen die sogenannten distributed Feedback (DFB) Laser. Sie haben eine sehr geringe Bandbreite und bereits im Inneren des aktiven Mediums findet die Wellenlängenselektion statt, wodurch Nebenmoden minimiert werden. Dazu muss das aktive Medium durch das angesprochene „metal grating“ besonders strukturiert sein.

Laser im Infrarot sind sehr gut einsetzbar bei der Detektion von Gasen. Da sie geringe Energien besitzen sind sie des Weiteren nicht schädigend für Lebewesen. Bei der Gasdetektion wird der Laser durch ein Gas geschossen und das Signal dabei Energie- oder Wellenlängendispersiv detektiert. Bestimmte Wellenlängen werden dabei von den Vibrations- und Rotationszuständen der Gasmoleküle absorbiert. Im aufgenommenen Spektrum finden sich somit „Fingerabdrücke“ der Gase die im Detektionsbereich zu finden sind. Somit lassen sich in der Industrie gefährliche Gase detektieren, in Gaspipelines die Bedingungen überwacht werden und es wäre sogar möglich mit dieser Methode den Alkoholgehalt der Luft in einem Auto zu bestimmen- ohne es anzuhalten und ohne dass der Fahrer abgelenkt wird – infrarotes Licht ist schließlich für das menschliche Auge unsichtbar.

Einer der Laser von NanoPlus trat sogar die große Reise an: er ist im Curiosity Marsrover verbaut und dreht seit 2012 seine Runden auf dem roten Planeten mehr als 50 Millionen Kilometer entfernt von uns – ob man sich das bei der Gründung wohl erträumt hat??

Als 2001 im bayrischen Gerbrunn der erste Reinraum zu Fertigung der Laser errichtet wurde bestimmt nicht. Doch dann wuchs das Unternehmen rasant. 2009 kam der Standort im thüringischem Meiningen hinzu. 2014 wurde Meiningen noch durch einen weiteren Reinraum zur Fertigung erweitert.

Abbildung 2: DFB Laser mit metal grating

Mittlerweile ist NanoPlus der weltweit führende Fertiger von DFB Lasern für Gasdetektion. Die Uniwurzeln merkt man dem Unternehmen aber noch bis heute an: rund ¼ der Einnahmen werden in die betriebsinterne Erforschung von Zukunftstechnologien gesteckt. Um bei der nächsten Generation von Lasern weiter weit vorne dabei zu sein.

Quellen:

Abb.2: https://wuecampus2.uni-wuerzburg.de/moodle/pluginfile.php/519978/mod_resource/content/1/Talk%20mid-IR%20Lasers.pdf  abgerufen 4.9.

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Vielschichtige Technologie

Diesmal verbarg meine Firmenbingo-Kugel ein Bild, bei dem ich mir unsicher war, ob es sich hierbei um ein auf Triangulation basierendes Messverfahren oder ein Beschichtungsverfahren handelt.
Auch ließ unterschiedliche Orientierung die eine oder andere Theorie offen …

 

 

  Abbildung 1:   zwei unterschiedliche Orientierungen (links falsch und rechts richtig)

Bereits nach einer kurzen Suche stieß ich dann aber auch schon auf die Firma LAYERTEC, die sich nur etwa 20km westlich von Jena in Mellingen befindet. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung und
Produktion optischer Komponenten für die Lasertechnik und deren Beschichtung. Hierzu stehen ihnen dort verschiedene Beschichtungstechnologien zur Verfügung. Die Produktpalette umfasst optische Komponenten für den Wellenlängenbereich vom VUV (157 nm) bis zum NIR (4µm).
LAYERTEC’s Portfolie reicht von Laseroptiken (für cw-, ns-, ps- & fs-Laser) bis hin zu metallischen und gechirpten Spiegeln/Spiegelpaaren.

 

Abbildung 2:   metallischer Spiegel (links)   &   gechirpte Spiegel (rechts)

Das Unternehmen kombiniert Präzisions-Optikfertigung mit diversen Beschichtungsanlagen. Nur so ist es möglich während des gesamten Produktionsprozesses umfangreiche Qualitätskontrollen durchzuführen und gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.

Durch die unterschiedlichen Arten und Kapazitäten der Maschinen können, sowohl Serienprodukte, als auch kleinere Stückzahlen und Prototypen für Forschung und Entwicklung in großem Wellenlängenbereich angefertigt werden.

Besonders hervorzuheben sind die verschiedenen Beschichtungstechnologien, die LAYERTEC anbietet.
Darunter die thermische – und Elektronenstrahlbedampfung zur Produktion optischer Beschichtungen (hier hauptsächlich zur Herstellung von Schichten für UV-Anwendungen).

Ein solches Verfahren wird in dem besagten Bild dargestellt. Hierbei befindet sich die Verdampfungsquelle (Verdampfer) am Boden der Beschichtungskammer. Sie enthält das Beschichtungsmaterial, welches durch Elektronenstrahlverdampfung oder thermische Verdampfung erhitzt und verdampft wird. Um die Homogenität der Beschichtung bei Kondensation des Dampfes auf den Substraten zu gewährleisten, rotiert der Substrathalter (oben). Abhängig vom Beschichtungsmaterial muss das Substrat auf eine Temperatur zwischen 150°C und 400°C erhitzt werden, wodurch eine geringe Absorption und eine gute Haftung des beschichteten Materials am Substrat gewährleistet wird. Ionenkanonen, die auf die Substrate gerichtet sind (unten, Mitte), verdichten die aufgebrachten Schichten.

Ein anderer Beschichtungsprozess, der LAYERTEC zur Verfügung steht ist das Sputtern. Hierbei werden Ionen aus einem Gas erzeugt und in Richtung des Targets (Abbildung 3 oben) beschleunigt. Dort kollidieren sie mit dessen Atomen und lösen eine Art Kettenreaktion aus. Die meisten Ionen und getroffenen Atome verbleiben dabei im Material, jedoch wird ein geringer Teil der Atome durch diesen Prozess zur Oberfläche hin gestreut. Ein Teil dieser Partikel verlässt das Target und bewegt sich in Richtung des Substrats, um dort als Schicht zu kondensieren.

 

Abbildung 3:   Magnetron-Sputtern (links) & Ionenstrahl Sputtern (rechts)

Als Arten des Sputterns sind hier Magnetron-Sputtern (MS) und Ionenstrahl Sputtern (IBS) zu nennen. Beim Magnetron-Sputtern (MS) erzeugt man die notwendigen Ionen durch eine Gasentladung durch Anlegen einer elektrischen Gleich- oder Wechselspannung. Wohingegen beim Ionenstrahlsputtern (engl.: Ion Beam Sputtering, IBS) eine separate Ionenquelle eingesetzt wird.
Aufgrund der vergleichsweise hohen kinetischen Energien (Ek∼10 eV) der schichtbildenden Teilchen weisen gesputterte Schichten eine amorphe Mikrostruktur und eine hohe Packungsdichte (nahezu die des Festkörpers) auf. Im Vergleich zur konventionellen Bedampfung werden die Substrate während der Beschichtung einer geringeren thermischen Belastung ausgesetzt.

Die Beschichtungen von LAYERTEC finden durch geringe Streulichtverluste, hohe thermische und klimatische Stabilität der optischen Parameter, hohe Laserfestigkeit und eine hohe mechanische Stabilität oft Anwendung in Hochleistungsoptiken.

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Hochspezialisiert und unabhängig

Dass Logo welches ich vor mir hatte war allen Anwesenden anfangs komplett unbekannt, aber durch einen genauen Blick auf die OptoNet Mitliederliste der Unternehmen ließ sich das Rätsel schnell lösen, auch da das gesucht Unternehmen sehr weit oben steht. In der nun vermutlich letzten Runde unseres Firmenbingos schreibe ich also über ein Recht kleines Unternehmen, das sich jedoch auf sehr kundenspezifische Lösungen spezialisiert hat. Die Rede ist hier von der B5-Optics UG, einem unabhängigen Ingenieurbüro mit Expertise auf das Designen und Entwickeln von optischen Systemen und Präzisionsoptiken.

Eine Besonderheit ist hierbei, das aufgrund der kleinen Unternehmensgröße B5-Optics in der Lage ist seine Kunden vom allerersten Konzept bis hin zum fertigen Produkt zu begleiten und fortwährend zu beraten. Dabei ist es vor allem Tätig im Bereich des optischen und opto-mechanischen Designs, der Entwicklung und Vermarktung optischer Systeme, der Konzeptstudien und Machbarkeitsstudien, sowie der Designanalyse und der Designoptimierung. Die Anwendungsfelder sind sowohl spannend als auch sehr vielseitig. Sie reichen von Thermographie und Messtechnik, über Bio- und Medizintechnologie, bis hin zu Laseranwendungen. Die Möglichkeiten des Optischen Designs reichen in diesem Zusammenhang über das komplette Spektrum vom ultravioletten bis hin zum langwelligen Infrarotbereich.

Wer also auf der Suche nach einem unabhängigen und hochspezialisierten Optikunternehmen ist, das einem vom ersten bis zum letzten Schritt begleitet sollte mal auf www.B5-Optics.com vorbeischauen.

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Fortschritt – in höchst präziser Art und Weise

Piezosystem Jena entwickelt Produkte zur Positionierung von Bauteilen mit Hilfe piezoelektrischer Elemente. Diese finden unter anderem Anwendung in der Halbleiter Industrie, der Mikroskopie, sowie der Luft- und Raumfahrt.
Doch zu Beginn… warum ein piezoelektrischer Aktor? Dafür gibt es eine ganz einfache Antwort:
Solche Positioniersysteme bieten eine fast unbegrenzte Auflösung bei gleichzeitiger Übertragung von hohen Kräften. Noch dazu haben sie kein mechanisches Spiel und eine sehr kurze Antwortzeit.

Quelle: www.piezosystem.de

Und wann benötigt man so etwas? Diese Anforderungen hat man immer dann, wenn man im Mikro- oder auch Nanometerbereich arbeitet.  Ein Beispiel dafür ist die Halbleiterindustrie, in der man unter anderem bei der Inspektion von Wafer-Mikrostrukturen auf diese Positionssysteme zurückgreift.
Positionierung im Nanometerbereich mit gleichzeitiger Übertragung von Kräften, das klingt für so manch einen wie Hexerei… wie ist denn das möglich? Der Firmenname verrät es bereits: Piezo ist das Stichwort. Genauer: Der piezoelektrische Effekt.  Wird ein piezoelektrisches Material mechanisch belastet, so laden sich seine Außenflächen elektrisch auf. Das kommt durch die Verformung der Elementarzellen und der daraus folgenden Trennung von positiven und negativen Ladungen.
Wenn man diesen nun Effekt rückwärts betrachtet, man also erst ein elektrisches Potential an den Außenflächen erzeugt, so beobachtet man eine mechanische Verformung. Dieser Effekt wird dann als inverser-piezoelektrischer Effekt bezeichnet.

Und genau das wird sich bei Piezosystem Jena zu Nutze gemacht. Mit dem entsprechendem Know-how werden dort nämlich piezoelektrische Materialien so in Positionierungssysteme eingebaut, dass sie als fertige Systeme in Baugruppen eingebaut werden können.

 

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Farbklecks oder Firmenlogo?

Was lacht mich denn da aus der Firmen-Bingo-Kugel heraus an? Ein oranger Farbklecks?

Aber typischweise geht es ja beim Firmenbingo um ein Optonet-Mitglied oder seine Produkte. Da es keine Firmen im Optonet gibt die sich mit Farbklecksen beschäftigen, handelt es sich vermutlich doch um ein Firmenlogo und die Liste der Mitglieder des Optonet beginnt mit der Firma 5 Microns, zu der eben jenes Logo gehört.

 

elektrostatischer Interdigitalsensor neben einem Streichholzkopf

Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich um ein Unternehmen, dass sich mit Mikrosystemen in Streichholzkopfgröße beschäftigt. Dazu gehören beispielsweise mit Mikrotechnologien gefertigte Präzisionszahnräder für Uhrwerke. Auch in Smartphones gibt es eine Vielzahl von MEMS (microelectromechanical systems), wie z.B. der Beschleunigungssensor, der für eine Drehung des Displays sorgt.

Die fünf Firmengründer, die sich symbolisch im Firmennamen- und Logo wiederfinden bezeichnen sich selbst als „innovatives und dynamisches Unternehmen, dessen Kompetenzen im Bereich der Mikrosystemtechnik liegen.“ Das umfasst die Beratung von Anwendern sowie die Entwicklung, Mikrofertigung und Charakterisierung von Mikrosystemen. Dazu gehört die Dimensionierung, Simulation und Prozessplanung ebenso wie die Beschichtung, Strukturierung und Reinigung der Mikrosysteme.

Sie haben es sich zum Ziel gemacht die Mikrosystemtechnik für die Kunden bei geringem Aufwand und Risiko zugänglich zu machen. Obwohl die Mikrosystemtechnik schon längst Einzug in unserem Alltag gehalten hat, haben kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund hoher Investitionskosten oft nicht die Möglichkeit auf mikrotechnologische Fertigungsverfahren zurückzugreifen. Durch ihren Standort, der sich in unmittelbarer Nähe zum Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) der Technischen Universität Ilmenau befindet und dessen Reinraumlabore sie nutzen, kann diese Lücke geschlossen werden.

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MASTER+ stellt sich vor

Wer sind eigentlich die Gesichter hinter MASTER+? Heute lassen wir einmal den aktuellen Jahrgang 2017 zu Wort kommen, indem die Teilnehmer sich in kleinen Steckbriefen gegenseitig vorstellen:

Los gehts mit Alexandra, die von Kristina präsentiert wird:

Master+ Bingo mal anders: Anstelle einer Firma möchte ich euch heute eine Master+ Teilnehmerin in Form einer Job-Kontaktanzeige vorstellen:

Ich, 27 Jahre jung, blond, weiblich suche Stelle als Projektleiterin im Optiksektor in Thüringen.

Ich verfüge über diverse Qualifikationen, wie Allgemeine Hochschulreife, Berufsausbildung zur Augenoptikerin sowie ein abgeschlossenes Bachelor-Studium im Fach Augenoptik/Optometrie. Zurzeit studiere ich Laser- und Optotechnologien in Jena und strebe den Abschluss Master of Engineering an. Obwohl ich in Rottweil, Baden-Württemberg geboren wurde habe ich mein Herz an das grüne Herz Deutschlands verloren und möchte meine berufliche Karriere in Thüringen starten. Aufgrund meines großen Interesses für Laser und Optik und meines Organisationstalents möchte ich im Projektmanagement in der Lasermaterialbearbeitung oder Optiktechnologie tätig werden.
In meiner Freizeit treffe ich mich gern mit Freunden, fahre Snowboard und höre Hip Hop.

 

Unser zweiter Kandidat: Stefan (von Alexandra interviewt)

Nach unserer Mastertour bei Docter Optics ging es in die zweite Runde des Firmenbingos. Dieses Mal nicht mit der Beschreibung einer Thüringer Firma der Optikbranche sondern mit einer kleinen Beschreibung zu einem der diesjährigen Teilnehmer des Master+ Programms von Optonet.

Die Person, welche ich gezogen habe, kommt aus Ahlen im schönen NRW und hat bereits während des Physikleistungskurs entschieden Physiker zu werden. In seiner Kindheit wollte er allerdings noch Astronaut werden, was bedingt durch seine Körpergröße jedoch etwas schwierig werden könnte. Diese kommt ihm allerdings sehr in seiner Freizeit zugute, denn als aktives Mitglied und Schiedsrichter bei der Science City Jena kann er so jeden Basketball lässig in den Korb legen und unbeabsichtigte oder beabsichtigte Fouls mit erhöhter Rundumsicht direkt zurechtzuweisen. Aktiv ist er außerdem noch beim Hörsaalkino, wo er ab dem Wintersemester seine Führungskompetenzen als Vorsitzender erproben kann. Dann kommt ihm das Führungskräftetraining von OptoNet Ende September ja gerade gelegen 😉

Für das MASTER+ Programm hat er sich vor allem entschieden, um die umliegenden Firmen und die Praxis passend zum theoretischen Unialltag kennenzulernen. Er kann sich gut vorstellen nach dem Master in Jena zu bleiben, ist jedoch auch nicht von einem Auslandsaufenthalt abgeneigt. Gerne würde er etwas zum Wohle der Menschheit beitragen und das Leben angenehmer machen.

 

Hier kommt unser Menschenfreund Yves (… den Robert analysiert hat)

Yves geht davon aus, dass kein Mensch perfekt ist, jeder hat seine Fehler, das ist eine normale menschliche Eigenschaft. Das bedeutet für ihn aber auch, wenn jemand einen Fehler macht, muss er damit auch leben können und dazu stehen. Ursprünglich wollte er Jura studieren, ging aber davon aus, dass man im schlimmsten Fall jemanden verteidigen muss, von dem man weiß, dass er schuldig und ein schlechter Mensch ist. Dies konnte er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren und entschied sich deshalb für ein Chemiestudium.
Man könnte ihn kurz und bündig als Philanthrop beschreiben. Das bedeutet, vordergründig steht für ihn nicht sein eigner Vorteil, sondern das Wohl der Gemeinschaft im Mittelpunkt. Das äußert sich in seinen hervorragenden Eigenschaften als Gastgeber, sowie seiner offen und toleranten Art gegenüber allen Menschen, auch jenen die ihm vorher vollkommen fremd waren.
Darüber hinaus ist er sehr gewissenhaft in seinem Handeln, jedoch macht er sich auch übertrieben viele Gedanken über jede seiner Entscheidungen, ob diese funktionieren oder nicht und trifft diese, aus diesem Grund nur sehr ungern. Man könnte also Entscheidungsschwäche als eine zweite Charaktereigenschaft von ihm angeben. Folglich lässt er sich auch durch Tricks relativ leicht beeinflussen. Diese Charaktereigenschaften wurden nicht durch ihn, sondern durch seine zwei WG-Mitbewohner beschrieben.


Wandern, Fahrrad fahren, Fußball, Modellbau und Zeichnen gehört alles zu seinen Hobbies. Dabei kommt es ihm weniger auf das Hobby an sich an, sondern eher darauf, dass es mit anderen Menschen gemacht wird. Viele unterschiedliche Sprachen wecken sein Interesse. Deshalb überlegt er nach seinem Master vielleicht noch einen zweiten Master in Frankreich zu machen. Die Gebiete der Nanochemie oder Polymerchemie faszinieren ihn am meisten. In naher Zukunft wäre ein fortschriftliches, innovatives und umweltfreundliches Unternehmen sein Traumarbeitgeber.

Ein Trommelwirbel für Nicolas, den Großen (von Isabelle ausgequetscht)

Zur letzten Mastertour befanden sich beim Firmenbingo keine Objekte in den Kugeln, sondern andere Wegbestreiter auf unserem Master+-Werdegang. Den darin enthaltenen Charakter zu beschreiben stellte eine größere Herausforderung dar, als einen fachlichen Bericht über physikalisch-optische Bauteile zu schreiben. Auch wenn wir bereits das ein oder andere Training oder ein paar Firmenbesuche gemeinsam verbracht hatten, fiel auf, dass man bisher nicht allzu viel von den anderen weiß.

Nico beim eleganten Flipchart-Beschreiben

Nach ausgiebiger Recherche fand ich heraus, dass es Nico vor etwa fünf Jahren aus Fulda in das schöne Jena verschlagen hat. Nachdem er zwei Semester Biotechnologie belegte, fiel ihm auf, dass er damit nicht auf dem Weg ist, den er einschlagen möchte. Mit dem Studiengang Scientific Instrumentation hingegen fand er genau das was er suchte und begann nach seinem Bachelor auch den Master. Da ihm die Stadt und die Umgebung so gut gefällt, interessiert er sich auch für die Industrie, die sich um Jena herum so umfangreich aufgebaut hat. Dies und das Angebot der Softskill-Trainings, welche das Master+ Programm anbietet, brachte ihn dazu sich um einen Platz in unserer kleinen Gruppe zu bewerben.
Wenn er gerade nicht an der Uni sitzt, mit uns Brücken baut oder ein Assessment Center durchspielt, dann verbringt er seine Zeit gerne draußen. Neben Sport, Angeln, Fischen, Wandern und Radfahren lebt er auch gerne sein handwerkliches Können aus und trifft sich oft mit Freunden.

Hier eine kleine Geschichte über Christopher, aufgeschrieben von Stefan

Bei der Sommeredition des Firmenbingos mussten wieder Kugeln gezogen werden, in denen Abbildungen zu finden waren, um Wen oder Was es geht. Auf den ersten Blick wurde direkt klar, dass es sich um eine grinsende Person mit einem Cap und Rucksack handelt. Nach wenig- beziehungsweise keinem -Nachdenken wurde mir sofort klar, dass es sich um Christopher aus dem aktuellen Optonet Master+ Jahrgang handelt. Durch gutes Schlussfolgern ergab sich, dass sich hinter diesem Namen Chris versteckt.

Chris und sein Signature-Look

Chris lernte ich bereits im Bewerbungsgespräch für MASTER + kennen, wo wir uns gemeinsam mit Armin präsentierten. Er war auch der Garant dafür, dass diese Kennlernrunde zu einem guten Gespräch mit lockerer Stimmung wurde. Ich erzählte von meinem Bachelor in Cottbus und er stieg sofort ein, dass er ja aus der Nähe von Frankfurt Oder kam und eröffnete somit eine offene Gesprächsrunde.

Zum Interview für diesen Bericht ergab es sich, dass ein Übereck Interview geführt wurde: in einer Bar in der Wagnergasse trafen wir beide uns mit Kristina vom MASTER+, die von Chris interviewt wurde. Das Interview von Kristina führte Chris souverän, ohne vorformulierte Fragen und konnte sich zudem die Antworten merken – ich war beeindruckt.

So startete ich das Interview, nachdem Chris die Fragen ausgegangen waren mit dem vorformulierten Eisbrecher: „Wie war das nochmal du kommst aus der Nähe von Frankfurt, Oder?“ Da er diesen Witz bestimmt schon hundertmal in seinem Leben gehört hatte, überging er diesen und antwortete, dass er nur aus der relativen Nähe von Frankfurt an der Oder kommt. Genauer aus der Kleinstadt Lawitz an der polnischen Grenze direkt südlich von Eisenhüttenstadt.

Von dort verschlug es ihn für sein Studium ins schöne Jena. Da er als Kind Pilot werden wollte, aber nicht Luft und Raumfahrttechnik studieren wollte, hat er nach eigenen Angaben nach etwas „ähnlich neuem und innovativem“ gesucht.  So kam er nach Jena, wo er an der Fachhochschule den Bachelor in Laser und Optotechnologien abschloss und so seinem Ziel „etwas krasses mit Lasern oder ein Laserschwert zu bauen“ näherkam. Dass er ein erfolgsversprechender Student ist, war auch schon damals offensichtlich, so wurde ihm ein Deutschland Stipendium zuteil. Der Master in Laser und Optotechnologien kam für ihn allerdings nicht in Frage, da er stattdessen zur Abbe School of Photonics, einem Exzellenzcluster an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wechselte, um dort Photonics im Master zu studieren. Der Umstieg von einem deutschsprachigen auf einen englischsprachigen Studiengang und auf Mitstudierende aus aller Welt fiel ihm dank seiner offenen und einladenden Art nicht schwer.

Wenn er seinen Masterabschluss erreicht hat, will Chris in die Forschung und Entwicklung – die Führungsaufgaben überlässt er gerne den Anderen. Besonders interessiert er sich für Optikdesign, was man ihm auch bei der Mastertour zu Docter Optics anmerkte. Zu dem Thema hatte er bereits mehrere Vorlesungen bei einem ehemaligen Zeiss Optikdesigner belegt.

In diesem Job wären Präzision und Geschwindigkeit durchaus vorteilhaft- auf einer sportlichen Ebene besitzt er diese durchaus. Seit seinem 8 Lebensjahr ist er im Tae-Kwon-Do aktiv und Träger des schwarzen Gürtels. Er ist in der Wettkampforientierten WF (World Taekwondo) aktiv. Diese hieß bis neulich noch WTF (World Taekwondo Federation) wurde allerdings umbenannt, nachdem das Internet auf die Abkürzung aufmerksam wurde.

Ob er in Jena bleibt hält er sich offen, das hängt auch von der Familie ab. Bis dahin ist aber noch viel Zeit um anderen unbeliebte Vortragsthemen zuzuschustern. Ich sag nur Brexit. Und natürlich wartet er, wie alle anderen, noch gespannt auf den Vortrag über Döner!

Hier haben wir einen rätselhaften Kandidaten, verschlüsselt von Milena

In dieser Runde des Firmenbingos werden nicht wie üblich Firmen Vorgestellt, sondern die einzelnen Teilnehmer des diesjährigen Master+ Jahrgangs. Jeder Teilnehmer hat nach dem Losverfahren eine Glückskugel mit dem Foto eines Kandidaten gezogen, welcher vorgestellt werden soll. Daraufhin musste mein Kandidat mir eine Reihe von Interviewfragen beantworten.
Mein Kandidat fühlt sich in Jena sehr wohl. Er schätz vor allen die vielen Grünflächen, die vielen verschiedenen Leuten aus unterschiedlichen Kulturen und das Bier. Über Jena sagt er selber „Jena hat für mich die richtige Stadtgröße. Nicht zu groß und nicht zu klein.“ Das war auch der entscheidende Grund, warum er sich für Jena als Studienort entschieden hat. Aufgewachsen ist er ein einem idyllischen Weinstädtchen, mit 30.000 Einwohnern. Dieses liegt etwa 13 km von seiner Geburtsstadt entfernt. In dieser bekannten Stadt ist die älteste Universität Deutschlands ansässig. Außerdem besitzt sie einen sehr schönen historischen Stadtkern und zieht somit Wissenschaftler und Besucher aus der ganzen Welt an.
Nach der Schule absolvierte mein Kandidat zunächst eine Ausbildung. Hierbei haben ihn vor allen die Abwechslung und das Zusammenspiel zwischen Verkauf mit dazugehörigen Kundenkontakt und den handwerklichen Tätigkeiten in der Werkstatt beeindruckt. Nach dem darauf anschließenden Grundstudium entschied er sich jedoch für einen Wechsel des Studiengangs, da er eine technischere Fachrichtung bevorzugt um mehr Hintergrundwissen über die physikalische Optik zu erhalten.
Auf die Frage was ihn an Lasern fasziniert antwortete er direkt mit einer gekonnten Gegenfrage: Was fasziniert nicht an Lasern? Vor allen beeindrucken ihn die vielen Anwendungsmöglichkeiten des Lasers und das der Laser aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken ist. Außerdem findet er, dass wir ohne den Laser nicht auf dem technologischen Stand wären, auf den wir uns heute befinden. Für sein Leben nach dem Studium ist er noch sehr unentschlossen und weiß derzeitig nicht in welche Richtung es ihn Arbeitstechnisch ziehen wird.
Wenn er sich nicht gerade mit Lasern beschäftig ist er privat sehr draufgängerisch und fährt in seiner Freizeit sehr gerne Motorrad. Was ihm noch fehlt wäre ein Paragliding Sprung. Auch beim Reisen mag er es gerne sehr ausgefallen. So zeltete er für fünf Wochen in Namibia. Bei seinen zweiwöchigen Aufenthalt in Shenzhen in China erlitt er einen kleinen Kulturschock.

Und hier noch ein Kandidat aus der Kategorie „Wer bin ich?“ von Lorenz

Es war wieder soweit: Eine Mastertour neigte sich dem Ende zu. Gesättigt vom hervorragenden Essen und vertieft in anregende Gespräche mit den Firmenvertretern, wurde es Zeit für die nächste Runde Firmenbingo. Jedoch mit neuen Regeln. In den „Kugeln der Weisheit“ befanden sich nicht wie beim letzten Mal technische Bauteile sondern Bilder von Mitgliedern unseres Jahrganges.
Mein Kandidat musste mir eine Vielzahl an kniffligen Interview-Fragen beantworten.
Vielleicht schafft es ja der ein oder andere die interviewte Person zu erraten. Also los geht’s: „Wer bin ich?“
Gebürtig kommt mein Kandidat nicht aus dem wunderschönen Jena. Sondern aus einer der ältesten Städte Deutschlands. Erst vor ein paar Jahren feierte diese Stadt ihr 2000-jähriges Jubiläum. Nach dem Beginn des Studiums entschied sich mein Kandidat das Fach zu wechseln und lieber etwas praxisorientierteres zu studieren. Eine gute Wahl?
Auf jeden Fall!
Mein Kandidat ist der Natur sehr verbunden. Sie liebt die Berge, das wandern und vor Allem die Nähe zu der Saale. Ist das vielleicht eine unterschwellige Liebe zu dem Fluss aus der Heimatstadt? Wer weiß. Um sich mal vom Unialltag zu erholen rennt sie über das Feld und tritt gegen das runde Leder. Schon seit Jahren verfolgt sie dieses Hobby und ist sich sicher: Wenn sie bei Schlag den Raab gegen Stefan antreten müsste, im Fußball hätte er keine Chance! Ist das ein Zeichen von Übermut? Ganz im Gegenteil, mein Kandidat ist ein ruhiger und besonnener Mensch. Ganz nach dem Vorbild – Philipp Lahm. Trotz des hohen Sport-Pensums unterliegt mein Kandidat den alltäglichen Sünden: Die Frage: „Wenn Du ein Lebensmittel wärst: Welches wäre es?“
quittiert mein Kandidat mit einem Schmunzeln und der Antwort „Schokolade. Die ist für jeden etwas besonderes und ein kleiner Ausbruch aus dem Alltag.“ Da kann man erstmal nicht widersprechen.

Na? Wisst ihr es schon? Nein? Dann geht’s weiter.
Den Satz „Ohne Facebook wäre die Welt . . . ?“ ergänzt mein Kandidat mit den Worten: „Nicht anders da ich noch nie Facebook hatte. Ich pflege lieber den persönlichen Kontakt mit wenigen Menschen, als einen unpersönlichen Kontakt mit vielen Menschen.“ Den persönlichen und direkten Kontakt den Er/Sie zu pflegen vermag, spiegelt sich auch im Umgang mit dem eigenen quitsche Teddybär wieder. Trotz langem Gebrauch wurde er immer wieder geflickt und repariert. Nicht einfach ersetzt. Doch leider musste er beim Umzug nach Jena im Elternhaus zurückbleiben und bewacht da das Bett und freut sich
bestimmt auf die Rückkehr des Besitzers. Wenn Ihr jetzt denkt, dass alles auf so eine liebevolle Zuwendung trifft dann kann ich euch nur sagen: Dem ist nicht so. Denn wenn in einigen Jahren endlich das Laserschwert erfunden und für Jedermann im Baumarkt erhältlich ist, wird Er/Sie als erstes damit die im Garten wuchernde Hecke zurecht stutzen. Nun „Wer bin ich?“

Vorhang auf für Lorenz, ganz unverschlüsselt vorgestellt von Lysander

Er stammt aus Tuttlingen im Süden Baden-Württembergs und fand den Weg aus seiner überschaubaren Kleinstadt zu einer Großstadt wie Jena einzig durch die Wahl seines Studiums. Anders als andere, durchblätterte er den Studienkatalog und fand in der Rubrik Optik den Studiengang seiner Wahl „Laser- und Optotechnologie“. Mit einem Bachelor in der Tasche bestreitet er bislang sein zweites Mastersemester. Sein favorisiertes Modul ist die Technische Optik, da ihm das Zeichnen Freude bereitet. Hingegen gehört Qualitätsmanagement nicht zu seinen bevorzugten Modulen. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums strebt er einen typischen Bürojob im Bereich des Optikdesigns oder als Optikgeräteentwickler an, jedoch nicht im Bereich Lasertechnik. Neben dem Studium arbeitet er als studentische Hilfskraft auf Kosten seiner Freizeit. Manchmal vermisst er die Semesterferien. Nichts desto trotz entspannt er gerne am Abend bei einem kühlen Jenaer Schellenbier und gutem klassischen Rock mit Freunden. Hobbys und Sport kommen auch nicht zu kurz. So ist er vielseitig interessiert und engagiert und organisiert einen Sportkurs im Völkerball, spielt Tischtennis und geht Klettern. Auch Kochen und Fotografieren gehören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Er ist ein großer Fan der Marvel-Reihe und kürt den Film „Deadpool“ zu seinem Lieblingsfilm. Er ist sehr aufgeschlossen, kommunikativ und redegewandt. Es fällt nicht schwer sich mit ihm in ein gutes Gespräch zu vertiefen oder eine angeregte Diskussion zu führen.

Unsere glorreiche Gloria wurde von Armin ausgehorcht

Ein Gespräch mit der Materialwissenschaftlerin Gloria über Ihre Heimat, die Anhänglichkeit ihrer Familie, den Spaß an Klavierkonzerten, den Vorteilen des Master+ Programmes und die Frage: „Was würdest du mit 1 Mio. € anfangen…“.

Wo wurdest du geboren bzw. wo bist du aufgewachsen?

Geboren und aufgewachsen bin ich in Westsachsen, ganz genau genommen Gersdorf. Das ist ein 4500-Seelenort, in dem wohl noch die spannendsten “Attraktionen” eine Brauerei, ein Freibad und eine relativ hübsche Kirche sind.

Was schätzt du an deiner Heimat und was an Jena? Warum hast du dich für Jena als deinen Studienort entschieden?

Entsprechend kann man sich dort sehr an viel Natur, der vollkommenen Abwesenheit von Anonymität und der, für ein Kind, gefühlt endlosen Weite von Wiese, Wald und Feldern erfreuen. Da ich mich so im ländlichen Idyll doch recht wohl fühle, kam für mich ein Umzug in eine richtige Großstadt nicht in Frage. Jena schätze ich sehr für sein Kleinstadtflair. Dass man fußläufig binnen einer halben Stunde alles in der Innenstadt erreicht und genau so schnell auch ins bergige Umland gelangt, find ich klasse. Ganz im Gegensatz zu meinem Heimatort ist Jena noch dazu eine ziemlich junge Stadt, sehr angenehm. Darüber hinaus gibt’s in Deutschland nicht so viele Städte, wo man Materialwissenschaften mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt studieren kann. Dabei fiele mir nur Kiel noch ein. Dagegen hat aber meine Familie protestiert – wir sind da familienintern ein recht anhänglicher Haufen.

Was hat dich dazu bewogen dich zum Studium der Materialwissenschaften zu entschieden?

Zur Materialwissenschaft bin ich gekommen, da ich etwas möglichst Vielseitiges im naturwissenschaftlichen Bereich studieren wollte, mit dem man sich noch nicht so auf eine bestimmte Branche einschießt. Dass man sich in dieser Nische, insbesondere an der FSU, in familiärer Atmosphäre wiederfindet, wusste ich zur Studienwahl noch nicht. Rückblickend betrachtet wertet das den Studiengang in meinen Augen aber auch auf.

Hast du bereits eine andere Ausbildung gemacht? Hattest du evtl. andere Pläne vor deinem Bachelorstudium statt der Materialwissenschaften?

Zur Entscheidungsfindung kam’s bei mir erst kurz vor Ende des Abis, weil ich noch ziemlich lang davon ausgegangen bin, was Musikalisches zu studieren. Ich habe da in meiner Kindheit/Jugend einfach viel Zeit in eine klassische Klavier- und Gesangsausbildung investiert, hatte auch ziemlich viel Spaß an Konzerten und Wettbewerben – um da aber im Studium Schritt zu halten, wäre super viel Fleiß erforderlich gewesen und hinterher ist die Jobsituation trotzdem nicht die Entspannteste. Dementsprechend habe ich mich dann doch für etwas “Vernünftiges” entschieden, wo ich meine “anderen Begabungen” einbringen konnte. So hobbymäßig ist mir die Musik natürlich erhalten geblieben, wobei ich das nicht mehr halb so auslebe wie früher. Aktuell geht es nicht übers Singen im Chor und gelegentliches nur-so-für-mich-Klavierspielen hinaus – woran ich vielleicht mal etwas ändern sollte. Ein richtig “besonderes Hobby” habe ich aber nicht wirklich. Nur eben die Klassiker: Freunde treffen, Wandern, Lesen, hin und wieder mal unnötig lange E-Mails schreiben…

Welchen Ort würdest du gerne einmal bereisen bzw. hast du bereits einen besonderen Ort bereist? Wirst du diesen Reisewunsch evtl. nach deinem Master erfüllen?

Die Reisephase in meinem Leben steht noch aus. Derzeit mache ich mir Gedanken, wie ich ein bisschen Internationalität in die Masterarbeit mit einbauen kann, sympathisiere aktuell stark mit Irland. Danach steht für mich schon mit ziemlicher Gewissheit Promovieren auf dem Zettel. Jena ist zwar schön und gut, wird mich für diesen Lebensabschnitt wohl aber nicht halten. Da möchte ich dann versuchen, ein bisschen herumzukommen. Nach Nordamerika und Fernost zieht es mich nicht unbedingt, aber sonst bin ich da sehr offen und interessiert.

Mir ist bekannt, dass du auf der diesjährigen 91. Glastechnischen Tagung in Weimar einen englischsprachigen Vortrag gehalten hast.  Hat es dir gefallen einen Vortrag in einer anderen Sprache zu halten?

Mir gefällt das Internationale am wissenschaftlichen Umfeld – also englische Vorträge sind vollkommen okay und ich gehe davon aus, dass man da mit der Zeit auch noch etwas entspannter wird.

Warum hattest du dich beim Master+ Programm beworben?

Meine Teilnahme am Master-Programm beruht in der Hauptsache auf Neugierde. Also Kalkulationen, mir da Kontakte fürs spätere Berufsleben zu knüpfen, waren da null im Spiel. Dafür weiß ich einfach noch zu wenig, in welche Richtung es mich konkret verschlagen wird. Der Gedanke war bei mir viel mehr der, einfach mal das Angebot wahrzunehmen, einen Blick auf die Optikindustrie in und um Jena zu werfen und darüber dann vielleicht ein bisschen weiter auszuloten, wo es mich hinzieht oder eben auch nicht. Darüber hinaus fand ich das Konzept, Exkursionen mit Soft-Skill-Kursen zu verbinden interessant und es schadet ja auch nicht, mal ein paar neue Gesichter kennen zu lernen.

Und nun zu meiner letzten Frage: Was wolltest du immer schon mal gerne machen bzw. ausprobieren?

Was ich schon immer gerne mal machen würde? Ich find solche Fragen immer unglaublich schwierig. Fast so schlimm wie: „Was würdest du mit 1 Mio. € anfangen…“. Ich würde auf so eine Frage richtig gerne mal spontan etwas total Verblüffendes und Tiefgründiges antworten können. Hat bislang leider nie geklappt. Eigentlich halte ich mich für einen kreativen Menschen, aber an solchen Fragen scheitert’s immer.

Jetzt lernen wir Kristina kennen (aus Christophers Augen)

Vom ruhigen Dorfleben in die spannende High-Tech Industrie
Am Tag unseres Interviews: Ohje, Kristina ist gerade an mir vorbeigelaufen. Der erste Eindruck (von der Seite) zeigt eine offene und freundliche junge Frau. Schnell hinterher und so tun, als ob nichts gewesen ist. Nach dem Erlebnis gehen wir irgendwo rein und setzen uns erstmal, damit ich mich beruhige. Apropo: Sie kommt aus einem ruhigen Dorf in Thüringen. „Keine Ahnung, was ich nach dem Abi machen soll“ war ihre Antwort auf die damaligen Zukunftspläne. Nach längerem Überlegen entschied sie sich für eine Ausbildung zur Augenoptikerin in der Heimat und legte damit den Grundstein ihrer Karriere. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung war die Arbeit jedoch nicht das, was sie sich darunter vorstellte – sie wollte studieren. Das Nächstliegende ist der Bachelor in Augenoptik. Nebenbei begann sie als Werkstudent am Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw) und schrieb dort dann auch ihre Bachelorarbeit. Sie meinte: „Ich habe keinen Plan, was ich machen könnte“. Allerdings sieht das hier nach etwas anderem aus. Sie hat sehr wohl einen Plan und hat eine genaue Vorstellung, wie wir alle wahrscheinlich: Schnell mit dem Studium fertig werden und viel Geld verdienen.


Was dann wie eine Planänderung aussieht, entpuppt sich als eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Interessengebiet: Der Master in Laser- und Optotechnologien (LOT). Jeder glaubt mir aufs Wort, wenn ich sage: Die Optotechnologien sind und werden immer bedeutender. Man stelle sich vor, es gäbe Laserschwerter. Kein Wunder, dass die Hälfte von uns MASTER+Studenten LOT studiert.
Übrigens: Kristina spielt gerne Karten. Diese legt sie wohl überlegt aus, um ein Teil der heutigen High-Tech Industrie zu werden.

 

Das Interview, das niemals war… Lea im virtuellen Gespräch mit Clemens

Da Clemens aufgrund anhaltender Abwesenheit nicht zur Verfügung stand, konnte ich leider kein Interview mit ihm führen. Weil wir aber über zwei Jahre in einer WG zusammengewohnt haben, nehme ich mir die Freiheit, seine Antworten selbst zu geben. Außerdem schuldet er mir noch Geld.* **

Wo kommst du ursprünglich her?

Ich bin in Suhl aufgewachsen und zur Schule gegangen, bevor ich zum Studium nach Jena gezogen bin.

Warum hast du dir Jena ausgesucht?

Och, das ist halt nicht so weit weg von Suhl und außerdem sind auch ein paar Freunde hierhin gegangen und meine Schwester wohnt ebenfalls in Jena.

Apropos, hast du noch weitere Geschwister?

Zum Glück nicht! Noch mehr von unserer Sorte hätten unsere Eltern wohl nicht ausgehalten. Seit knapp drei Monaten bin ich aber auch stolzer Onkel einer kleinen Nichte.

Warum hast du dich eigentlich für ein Physikstudium entschieden?

Wo sonst kann man so viel rumspielen und die Welt aus den Angeln heben? Ich bin ja eher der praktische Typ, also Experimentalphysiker. Tatsächlich hätte mich auch die Chemie interessiert: so coole Brillen tragen und verschiedene Stoffe zusammenkippen, dass es knallt. Aber die Laserschutzbrillen sind ja mindestens genauso cool und irgendjemand muss das mit den Laserschwertern doch noch hinbekommen.

Und was machst du in deiner Freizeit?

Ich höre viel Musik, gehe gern mal abends weg, ins Kino oder eine Bar, oder zocke online mit ein paar Kumpels. Allgemein unternehme ich viel mit Freunden und fahre dafür auch regelmäßig nach Leipzig und Dresden. Außerdem spiele ich im Orchester Geige. Zum Glück nicht die erste, sonst müsste ich mehr üben – und das würden meine Mitbewohner nicht ertragen.

Da bist du ja viel unterwegs. Wie sieht es denn mit Sport aus?

Ich habe mal Karate gemacht. Dafür habe ich mich auch hier in Jena ein paar Mal angemeldet, aber irgendwie ist ständig was dazwischen gekommen…

Wir kennen dich ja auch gern mal etwas verplant. Wie kommst du so durchs Leben?

Oh ich bin ein ziemliches Glückskind. Einmal wurde mir sogar mein nagelneues Fahrrad geklaut und nach einer Woche stand es plötzlich wieder vor meiner Tür! Als wäre nichts gewesen. Daher gehe ich recht entspannt durchs Leben. Ich glaube einfach, dass im Endeffekt alles gut wird. Und Aufregung macht es jedenfalls nicht besser.

Gibt es sonst noch etwas, was du gern loswerden möchtest?

Vielleicht noch, dass du echt die beste Mitbewohnerin der Welt warst und die WG ein trostloser Ort ist ohne dich. ?

 

*Deshalb könnten die Antworten von mir hier und dort angepasst worden sein…

**Ja okay, es sind nur 2,50€…

Hier kommt Nico über den Netten Kerl a.k.a. Simon zu Wort

Am 10.9.1991 kam im beschaulichen Kelheim ein Junge zur Welt. Dass er mal einen so beachtlichen Lebensweg hinlegt war zu diesem Zeitpunkt noch kaum jemandem klar.
Simon begann seine weiterführende Bildung mit einer Berufsausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme bei der Mahlo GmbH & Co KG in Saal an der Donau. Die Fachrichtung „Mess- und Prüftechnik“ hat er mit 97 von 100 Punkten mit Bravour gemeistert, sodass er anschließend sein Fachabitur gemacht hat, was ihm die Möglichkeit eines Studiums gab.
Die technischen Geräte faszinierten seit je her und so war die Entscheidung für ein Studium in diesem Bereich schnell gefällt.
„Sensorik und Analytik“. Ein Studiengang, der vielen die Nackenhaare aufstellen lassen würde, entsprach seinen Anspruche und Interessen, sodass er selbst nach dessen Abschluss (B. Sc.) noch nicht genug hatte. Im Masterstudiengang „Scientific Instrumentation“ an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena wurden diese Themengebiete weiter vertieft. Und hatte ich erwähnt, dass Simon über sein gesamtes Studium das Privileg eines Stipendiums genossen hat? Aber wenn nicht für ihn, für sonst sollte ein solches vergeben werden.

Zurzeit ist er im Rahmen seiner Praxisphase am Center for Laser Sensing and Diagnostics der Colorado State University in Fort Collins, Colorado, USA.

Weil bei allem Spaß an der Bildung auch der Spaß in der Freizeit nie zu kurz kommen sollte, hat Simon verschiedene Aktivitäten und Hobbies, die einen Ausgleich zum Studium darstellen. Er engagiert sich als Gruppenleiter der KjG Saal und ist Mitglied des Mensa in Deutschland e.V..
Und weil bei ihm der Tag scheinbar 28 Stunden zur Verfügung hat, bleibt im immer noch Zeit zum Bouldern, Geocaching und dem Bau von 3D-Druckern.

Und bei allen Leistungen, Aktivitäten und Hobbies bekommt er es sogar noch hin ein netter Kerl zu bleiben.

 

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Lichttechnologien der LDT

Unsere erste Mastertour brachte uns in das Unternehmen LDT – Laser Display Technology GmbH. Es handelt sich hierbei um eine kleine Firma mit Sitz in der Nähe des Bahnhofs Jena-Göschwitz auf dem Gelände der JENOPTIK Laser GmbH, die bereits vor über 20 Jahren gegründet wurde und hauptsächlich Ingenieure beschäftigt.

Wie der Name es vermuten lässt, entwickelt und produziert die LDT verschiedene Systeme mit Licht in den Bereichen Optoelektronik, Sensorik und Lasertechnik. Besonders spezialisiert haben sie sich auf dem Gebiet der Laserprojektionen für die Anwendung in Planetarien, für militärische Übungen im Flugsimulator, aber auch im Bereich der Virtual Reality. Natürlich lassen sich die verschiedenen Produkte kundespezifisch anpassen. Ein besonders vielseitiges Fabrikat stellt die laserbasierte Weißlichtquelle dar. Sie kann in der Automobilindustrie als Fernlichtmodul in Scheinwerfern verwendet werden, genauso wie als Such- oder Landescheinwerfer im Aerospacebereich.

Nach einem kleinen Vorstellungsvortrag wurde unsere Gruppe halbiert und wir durchliefen abwechselnd zwei Stationen. Zum einen bekamen wir einen Einblick in ein Reinraumlabor, in dem an der Entwicklung neuer Lichttechnologien gearbeitet wird. Außerdem wurden uns mit einer kleinen Vorführung die Vorteile und Möglichkeiten eines Laserbeamers demonstriert. Besonders spannend war der anschließende Einblick in den Aufbau des Geräts, welches direkt für uns geöffnet wurde. Aus einer einzelnen Laserlichtquelle wird darin durch verschiedene optische Bauteile zusätzlich noch Licht zweier weiterer Wellenlängen gewonnen, sodass sich mittels additiver Farbsynthese auch alle weiteren Farben auf einer Leinwand darstellen lassen. Obwohl uns eine genaue Zahl leider nicht genannt wurde, ist dieser Beamer für private Zwecke wohl nicht erschwinglich. Und so bleibt uns nur zu hoffen, dass die Photonik-Branche weiterhin solche rasanten Fortschritte macht, damit uns derartige Technologien künftig auch im häuslichen Gebrauch zur Verfügung stehen.

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MASTER⁺…

…ist der Studienförderkreis optische Technologien von OptoNet. Jährlich erhalten maximal 15 Teilnehmer die Chance, studienbegleitend an diesem dreisemestrigen Programm teilzunehmen. Sie erhalten dadurch Zugang zu den Top-Unternehmen der Branche sowie exklusive Workshops & Trainings und erwerben damit eine optimale Startposition für ihre Karriere.
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