OptoNet MASTER+ Signet

MASTERplus trifft nanoplus

Master plus steht für die Vernetzung von Technologieunternehmen und Universitäten/ Hochschulen vor allem im Bereich von Fachkräften. Die Verbindung von Technologieunternehmen und Universitäten lässt sich auch bei dem OptoNet Parnterunternehmen NanoPlus wiederfinden: es handelt sich um ein Unternehmen, dass aus einer Entdeckung an der Universität Würzburg hervorging.

Der an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erforschte und patentierte „metal grating approch“ für Lasermedien ermöglicht es der Firma NanoPlus seit 15 Jahren Ultra präzise Laser im nahen und mittlerem Infrarot zu fertigen. Laser des Unternehmens können je nach Wahl des Lasersystems im Wellenlängenbereich von 760 bis 14.000 nm eingesetzt werden.

Abbildung 1: Diodenlaser von nanoplus

Besonders im Focus von NanoPlus stehen die sogenannten distributed Feedback (DFB) Laser. Sie haben eine sehr geringe Bandbreite und bereits im Inneren des aktiven Mediums findet die Wellenlängenselektion statt, wodurch Nebenmoden minimiert werden. Dazu muss das aktive Medium durch das angesprochene „metal grating“ besonders strukturiert sein.

Laser im Infrarot sind sehr gut einsetzbar bei der Detektion von Gasen. Da sie geringe Energien besitzen sind sie des Weiteren nicht schädigend für Lebewesen. Bei der Gasdetektion wird der Laser durch ein Gas geschossen und das Signal dabei Energie- oder Wellenlängendispersiv detektiert. Bestimmte Wellenlängen werden dabei von den Vibrations- und Rotationszuständen der Gasmoleküle absorbiert. Im aufgenommenen Spektrum finden sich somit „Fingerabdrücke“ der Gase die im Detektionsbereich zu finden sind. Somit lassen sich in der Industrie gefährliche Gase detektieren, in Gaspipelines die Bedingungen überwacht werden und es wäre sogar möglich mit dieser Methode den Alkoholgehalt der Luft in einem Auto zu bestimmen- ohne es anzuhalten und ohne dass der Fahrer abgelenkt wird – infrarotes Licht ist schließlich für das menschliche Auge unsichtbar.

Einer der Laser von NanoPlus trat sogar die große Reise an: er ist im Curiosity Marsrover verbaut und dreht seit 2012 seine Runden auf dem roten Planeten mehr als 50 Millionen Kilometer entfernt von uns – ob man sich das bei der Gründung wohl erträumt hat??

Als 2001 im bayrischen Gerbrunn der erste Reinraum zu Fertigung der Laser errichtet wurde bestimmt nicht. Doch dann wuchs das Unternehmen rasant. 2009 kam der Standort im thüringischem Meiningen hinzu. 2014 wurde Meiningen noch durch einen weiteren Reinraum zur Fertigung erweitert.

Abbildung 2: DFB Laser mit metal grating

Mittlerweile ist NanoPlus der weltweit führende Fertiger von DFB Lasern für Gasdetektion. Die Uniwurzeln merkt man dem Unternehmen aber noch bis heute an: rund ¼ der Einnahmen werden in die betriebsinterne Erforschung von Zukunftstechnologien gesteckt. Um bei der nächsten Generation von Lasern weiter weit vorne dabei zu sein.

Quellen:

Abb.2: https://wuecampus2.uni-wuerzburg.de/moodle/pluginfile.php/519978/mod_resource/content/1/Talk%20mid-IR%20Lasers.pdf  abgerufen 4.9.

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